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SARNEN: Offiziersgesellschaft Obwalden will sich öffnen

Die Offiziersgesellschaft verliert stetig Mitglieder – aktuell sind es noch 130. Nun will sie den Beitritt zum Verein vereinfachen, um diese Entwicklung zu stoppen. Sogar für Ausländer.

Zur 162. Hauptversammlung (HV) der Offiziergesellschaft Obwalden (OG) unter dem Vorsitz von Major Reto Mattli versammelten sich nebst zahlreichen Mitgliedern auch hochkarätige Gäste aus Politik und Militär. So wohnten unter anderem Kantonsratspräsidentin Helen Keiser-Fürrer, Ständerat Erich Ettlin, Nationalrat Karl Vogler und Regierungsrat Christoph Amstad den Verhandlungen bei.

Die Mitgliederzahl von 130, die in den letzten Jahren stets abgenommen hat, stellt für Präsident Mattli eine grosse Herausforderung dar. «Es wird in Zukunft für den Vorstand darum gehen, strategische Handlungsoptionen auszuarbeiten. Um den Puls der anwesenden Mitglieder zu spüren, möchte ich eine Konsultativabstimmung durchführen. Konkret geht es um den erleichterten Beitritt in die Offiziersgesellschaft Obwalden.» Er erwähnte, dass er in seiner beruflichen Tätigkeit im Ausland mit einem Offizier der Bundeswehr im Stab der Territorialdivision 2 als Verbindungsoffizier eingesetzt ist, ins Gespräch kam und der ihm die Frage stellte, ob er Mitglied der OG Obwalden werden könnte. Mattli stellte die Frage: «Welche Mitglieder können sich vorstellen, künftig über eine Statuten-Änderung zu befinden, welche den Beitritt in die OG Obwalden erleichtert?» Mit grossem Mehr wurde dem Vorschlag des Vorstandes zugestimmt. Präsident Reto Mattli ergänzte im Anschluss an die HV: «Es geht mir nicht um diesen einen deutschen Offizier, sondern um die Meinung der Hauptversammlung gegenüber einer generellen Öffnung der Zugänglichkeit zu unserem Verein. Diese stimmte dem Vorschlag mit grossem Mehr zu. Der Vorstand werde nun die positive Abstimmung analysieren und allenfalls nächstes Jahr einen Antrag für eine Statutenrevision unterbreiten. Der Beitritt zur OG Obwalden ist gemäss Statuten zurzeit für Offiziere der Schweizer Armee und der Kantonspolizei Obwalden vorgesehen.

Zwei neue Mitglieder im Vorstand

Mit grossem Beifall wurden zwei neue Offiziere in den Vorstand gewählt. Hauptmann Tobias Müller, 32-jährig. Berufsmilitärpilot, Alpnach, und Leutnant Kevin Wolf, 25-jährig, Polymechaniker, Sarnen, ziehen nun neu in den Vorstand der OG Obwalden ein. Das neu gewählte Vorstandsmitglied Kevin Wolf konnte zufolge eines Auslandaufenthalts nicht an der HV teilnehmen. Die beiden neu gewählten ersetzen Alain Grossenbacher, Sachseln, der nach dreijähriger Vorstandstätigkeit zurücktritt. Grossenbacher, CEO der Eberli Bauunternehmung AG, Sarnen, muss aus beruflichen Gründen das Amt des Beisitzers der OG Obwalden abgeben.

Bereits letztes Jahr trat Vizepräsident Cyrill Omlin, Sachseln, zurück, und der Sitz blieb seither vakant.

Sicherheitspolitische Hausforderungen

Sicherheits- und Justizdirektor Christoph Amstad dankte den Obwaldner Offizieren im Namen des Regierungsrats für ihr Engagement und den Einsatz zu Gunsten der Sicherheit in Obwalden und der Schweiz. «Und das ist gerade in unserer heutigen Zeit umso wichtiger. Denn wir stehen vor neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen», betonte Regierungsrat Amstad und ergänzte, «den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen müssen wir uns stellen und optimal darauf vorbereiten. Nach der Diskussion um die Weiter­entwicklung der Armee (WEA) haben wir nun einen Konsens gefunden, wie sich die Armee für diese Herausforderungen aufstellen soll. Mit den vier Schwerpunkten höhere Bereitschaft, effektivere Kaderausbildung, vollständige Ausrüstung und regionale Verankerung habe die Schweiz eine kleine, aber gut ausgerüstete, gut ausgebildete und schnell einsatzbereite Armee», führte Sicherheitsdirektor Amstad aus. Sowohl Kantonsratspräsidentin Helene Keiser-Fürer wie auch Ständerat Erich Ettlin hoben das Engagement der Obwaldner Offiziere hervor. Divisionär Bernhard Müller, Kommandant der Luftwaffe, kam auf den Beschaffungsbeschluss des Bundesrats für neue Kampfflugzeuge zu sprechen. Er stellte eine Eidgenössische Abstimmung für März 2020 in Aussicht. Brigadier Alain Vuitel, Chef des militärischen Nachrichtendienstes, referierte sehr eingehend über die «Allgemeine Lage».

Sieger der Jahresmeisterschaft

In den letzten neun Jahren gewann der Alpnacher Major Hans Zurbuchen sieben Mal die Jahresmeisterschaft. Im zweiten Rang konnte Oberstleutnant Markus Schürmann, Sarnen, und im dritten Rang Oberleutnant Adrian Husner, Wilen, geehrt werden. Das HV-Schiessen gewann bei der Kategorie Gäste Irène Rohrer, Sachseln, und bei den Mitgliedern Marco Niederberger, Sarnen.

Markus Villiger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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