SARNEN: OKB erzielt 6.42 Millionen Gewinn

Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) weist einen Halbjahresgewinn von 6.42 Millionen Franken aus. Das Ergebnis liegt über den eigenen Erwartungen der Bank.

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Der Hauptsitz der Obwaldner Kantonalbank in Sarnen. (Bild: pd)

Der Hauptsitz der Obwaldner Kantonalbank in Sarnen. (Bild: pd)

Der Bruttoerfolg der OKB beträgt 26.45 Millionen Franken für das erste halbe Jahr 2013. Somit liegt der Bruttoerfolg 2.7 Prozent höher als im Vorjahr, informiert die OKB. Der Bank flossen im ersten Halbjahr über 120 Millionen Franken neue Kundengelder zu. Mit der Steigerung von 4,2 Prozent erreichten diese die 3-Milliarden-Grenze.

Die Bilanzsumme stieg in den ersten sechs Monaten um fünf Prozent auf 3,72 Mrd. Franken. Der Anstieg geht unter anderem auf das Wachstum von Kundenausleihungen von über 110 Mio. Fr. zurück. Daneben erhöhten sich die flüssigen Mittel wegen neuer Liquiditätsvorschriften um fast 100 Mio. Fr., wie es in der Mitteilung weiter.

Handelsgeschäft erfolgreich

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft übertrifft das Vorjahresergebnis klar mit einer Zunahme von rund 15 Prozent auf insgesamt 3.5 Millionen Franken. Vor allem der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften - und Anlagegeschäft habe sich gut entwickelt. Die Kundenumsätze mit Devisen und Edelmetallen nahmen um rund 18 Prozent auf 1,49 Millionen Franken zu und tragen zum positiven Ergebnis bei, so die OKB. Weiter liessen die aus gezielten Verkäufen von Finanzanlagen realisierten Kursgewinne den Übrigen ordentlichen Erfolg auf rund 1,50 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr ansteigen.

Liquiditätsvorschriften und Aufwand drücken Ergebnis

Auf das Halbjahresergebnis negativ ausgewirkt habe sich der hohe Bestand an flüssigen Mitteln. Die aufgrund der neuen Liquiditätsvorschriften gehaltenen hohen Guthaben bei der Nationalbank generieren keine Zinserträge und belasten dadurch die Zinsmarge. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft ging folglich von 20,7 Millionen Franken auf 20,0 Millionen Franken zurück.

Der Geschäftsaufwand fällt rund 1.8 Prozent höher aus als im Vorjahr. Für die OKB liegt dies im erwarteten Rahmen und sie führt es auf die gezielte Zunahme des durchschnittlichen Personalbestandes zurück. Der Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste konnte hingegen gesenkt werden durch eine vorsichtigere Kreditgewährung sowie die Umsetzung des Risikomanagements.

Der Cash Flow konnte gegenüber dem Vorjahr um 3.7 Prozent auf 12.99 Millionen Franken gesteigert werden. Nach Abzug von Wertberichtigungen, Rückstellungen, Verlusten und dem ausserordentlichen Erfolg kommt die OKB zum gleichen Halbjahresgwinn von 6.42 Millionen Franken wie im Vorjahr. Die OKB beurteilt die Ertragsentwicklung als vorsichtig positiv und rechnet mit einem guten Jahresergebnis 2013.

pd/spe