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SARNEN: Politisches Engagement der Jugendlichen ist gefragt

Was erwarten Obwaldner Jugendliche vom Kanton? Und was können sie selbst beisteuern? Dies waren Fragen an der Obwaldner Zukunftswerkstatt der CVP.
Flavia Niederberger
Gemütliche Atmosphäre und angeregte Gespräche im Juko-Pavillon in Sarnen: Lukas Ettlin, Severin Wallimann, Sepp Lussner, Erich Ettlin, ­Dominik Rohrer, Christoph Amstad (von links). (Bild Flavia Niederberger)

Gemütliche Atmosphäre und angeregte Gespräche im Juko-Pavillon in Sarnen: Lukas Ettlin, Severin Wallimann, Sepp Lussner, Erich Ettlin, ­Dominik Rohrer, Christoph Amstad (von links). (Bild Flavia Niederberger)

Flavia Niederberger

«Es ist eure Zukunft. Wichtig ist, dass ihr euch engagiert!» Dies forderte der Obwaldner Regierungsrat Christoph Amstad von den rund 30 Jugendlichen, die sich am Freitagabend zur 2. Obwaldner Zukunftswerkstatt der CVP im Juko-Pavillon eingefunden haben. Der Veranstaltungsort selbst wird als positives Beispiel genommen. Der 19-jährige Lukas Ettlin aus Sachseln, einer von sechs Podiumsteilnehmern, hat sich als Präsident des Juko-Pavillons im Rahmen der Spardebatte für die weitere Finanzierung des Jukos durch den Kanton eingesetzt. «Wir haben viel aufgewendet, weil uns das Juko wichtig ist.» Der Einsatz hat sich für ihn auf jeden Fall gelohnt.

«Obwalden soll sich massvoll entwickeln, auch mit eurer Unterstützung.» So schlug Regierungsrat Christoph Amstad in seiner Einleitung eine Brücke zur «Langfriststrategie 2022+» der Regierung. Auch der Alpnacher Severin Wallimann, mit Jahrgang 1997 der jüngste Teilnehmer am Podium, findet ein moderates Bevölkerungswachstum wichtig. «Wie kann der Kanton das Wachstum bremsen?», stellt er die konkrete Frage. Eine Lösung hat niemand bereit. Die 28-jährige Alessandra Keiser hält dafür klar fest: «Wir sind auf gutem Weg. Wir hatten Erfolg mit der Strategie. Jetzt ist der Zeitpunkt, um zu schauen, wie man es wieder stoppen kann.» Daneben fordert sie, dass man versucht, bezahlbare Wohnungen für junge Familien zu schaffen.

Sinnvolle Lösung für AHV gesucht

Durch ihre Ausbildung hat Eliane Ettlin oft Kontakt mit alten Leuten. Sie kommt aus Giswil und macht ergänzend zu ihrem Studium der Soziologie eine Zusatzausbildung zur Pflegefachfrau am Kantonsspital Nidwalden. Sie findet es fragwürdig, die AHV-Renten zu erhöhen. «Die AHV, wie sie heute ist, ist sicher nicht ideal. Irgendwas muss in Zukunft passieren.» Auf die Frage des Moderators Dominik Rohrer, ob er lieber mehr zahlen oder länger arbeiten wolle, um die AHV zu sichern, antwortet Lukas Ettlin: «Ich persönlich würde lieber länger arbeiten. Aber ich habe sowieso das Gefühl, dass beides eintreten wird.»

Für Severin Wallimann macht die AHV-plus-Initiative keinen Sinn. «Wir brauchen eine langfristig sinnvolle Lösung!» Grundsätzlich sind die Jugendlichen zufrieden mit ihrem Wohnort. Sogar der aus Altdorf stammende Sepp Lusser, der momentan in Kerns wohnt, fühlt sich hier heimisch. «Es ist für mich ein idyllischer Ort wie Uri.» Ob er wieder einmal nach Altdorf zurückkehren will, weiss er noch nicht. Von ihrem Studium in Lugano zurückgekommen ist allerdings die Sarnerin Alessandra Keiser. Ihr gefällt in Obwalden der Mix aus Tradition und Innovation. Dabei spricht sie sportliche und kulturelle Anlässe an. «Es ist ein Bijou, das alles bietet!»

«Ich denke, ein ‹Durchschnittsjugendlicher› geht nicht an einen solchen Anlass. Aber für mich war es spannend, andere Meinungen zu hören», zieht Sepp Lusser sein Fazit zum Podium. Die Grundidee des Abends war es, Jugendliche zum Abstimmen zu motivieren, erklärte CVP-Präsident Bruno von Rotz. Auch dem 24-jährigen Sepp Lusser ist dies ein Anliegen. Die Abstimmungen seien gut ausgestattet mit Parolenfassungen und Inseraten. Seiner Meinung nach müssten aber noch andere Kommunikationsmittel einbezogen werden. «Der Gang an die Urne müsste attraktiver sein.»

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