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SARNEN: Pro-Kopf-Vermögen erstmals über 1000 Franken

Erneut profitiert die Gemeinde von höheren Steuereinnahmen. Wie schon im vergangenen Jahr wird der Gewinn für künftige Investitionen auf die Seite gelegt.
Der Obwaldner Hauptort Sarnen. (Bild: Keystone)

Der Obwaldner Hauptort Sarnen. (Bild: Keystone)

Statt einer wie budgetiert ausgeglichenen Rechnung präsentiert die Gemeinde Sarnen einen satten Gewinn von über 5 Millionen Franken. Das Geld wird aber sogleich auf die Seite gelegt für die nächsten Jahre: vor allem für anstehende Strassensanierungen und für Einzahlungen in den innerkantonalen Finanzausgleich. Nach Abzug dieser Sparhäufchen resultiert in der Gemeinderechnung 2016 ein Ertragsüberschuss von knapp einer halben Million Franken. Das Pro-Kopf-Vermögen beträgt nun erstmals mehr als 1000 Franken.

Finanzchef Beat Odermatt sprach am Mittwoch vor Medien und Parteivertretern von einem «erfreulichen Ergebnis». Erneut haben höhere Steuererträge – vor allem Erbschafts- und Schenkungssteuern – zum guten Ergebnis beigetragen. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr gab’s einen schier unglaublichen Rekord. Die Gemeinde nahm doppelt so viele Steuern ein als erwartet. Das Ereignis war aber einmalig, und auf Überraschungen bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern wird man künftig vergeblich warten, da diese Steuern in Obwalden nun abgeschafft sind.

Steuersenkung trotzdem kein Thema

Weitere Faktoren, die gemäss Odermatt zum guten Ergebnis beigetragen haben: eine hohe Budgettreue bei der Verwaltung und der (nicht budgetierte) Verkauf einer kleinen Liegenschaft. Die Rechnung 2016 profitiert auch davon, dass die Gemeinde nach dem Geldsegen im vergangenen Jahr verschiedene «Sparkässchen» für die Zukunft ­angelegt hatte – im Jargon der ­Finanzwelt heisst dies dann «Vorfinanzierung Erhaltungsmanagement Strassen» und «Vorfinanzierung Erhaltungsmanagement Liegenschaften».

Der Gemeinderat habe sich aufgrund des guten Abschlusses «intensiv mit der Frage einer Steuersenkung oder eines Steuerrabatts auseinandergesetzt», so Odermatt. Man habe sich aber dagegen entschieden. Denn der Mehrertrag 2016 kam vorwiegend dank einmaliger ­Ereignisse zu Stande. Zudem stehen in den nächsten Jahren einige Investitionen an. Demnächst soll beispielsweise über die ­Einführung eines freiwilligen zweiten Kindergartenjahrs abgestimmt werden, wie der Finanzchef in Aussicht stellt.

Adrian Venetz

adrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Die Rechnung und die weiteren Geschäfte (siehe Kasten) kommen vor die Gemeindeversammlung am Dienstag, 9. Mai, 19.30 Uhr in der Aula Cher.

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