SARNEN: Regierung will bei Schulen Sparideen suchen

In Obwalden soll bei der Bildung gespart werden. Der Regierungsrat stellt sich grundsätzlich hinter das Anliegen einer Motion aus dem Parlament. Er will insbesondere die Klassengrössen, die Administration und die Pensen von Heilpädagogen unter die Lupe nehmen.

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Die Obwaldner Regierung sucht bei den Schulen Sparmöglichkeiten. (Archivbild Neue OZ)

Die Obwaldner Regierung sucht bei den Schulen Sparmöglichkeiten. (Archivbild Neue OZ)

Die Regierung will allerdings in einem ersten Schritt nicht bereits konkrete Gesetzes- oder Verordnungsanpassungen vorschlagen, sondern zuerst mögliche Massnahmen prüfen und dann dem Parlament Bericht erstatten. Sie schlägt darum dem Kantonsrat vor, eine Motion als Postulat zu überweisen, wie es in der am Freitag veröffentlichten Antwort ans Parlament heisst.

Die parlamentarische Kommission, die im letzten Jahr das Konsolidierungs- und Aufgabenüberprüfungspaket (KAP) vorbereitet hat, verlangt in der Motion, dass die Volks- und Kantonsschulen administrativ und finanziell entlastet werden. Insbesondere sollen Lehrer wieder mehr Zeit für den Unterricht zur Verfügung haben.

Die elfköpfige Parlamentskommission begründet ihren Vorstoss damit, dass der Bildungsbereich die grösste Ausgabenposition beim Kanton und den Gemeinden sei. Diese hätten 2014 zwischen 41 und 78 Prozent ihrer Etats für die Bildung ausgegeben. In der Vergangenheit seien die Bildungskosten wegen Reformprojekten gestiegen, obwohl die Zahl der Schulkinder abgenommen habe.

Die Regierung will sowohl die Volksschulen wie auch die kantonalen Schulen auf Sparmöglichkeiten überprüfen. Dazu zählen auch die Kantonsschule, die Berufsfachschule, die Berufsmaturitätsschule und die Brückenangebote.

Im Fokus sind eine mögliche Erhöhung der Klassengrössen, Sparmassnahmen bei den Schulleitungen und Sekretariaten sowie die Pensen der heilpädagogischen Begleitungen in den Regelklassen, wie es in der Antwort auf die Motion heisst. (sda)