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SARNEN: Rumänische Kinder beeindrucken sie

Zwischen Lehre und Studium hat die 20-jährige Obwaldnerin Stefanie Burch Kindern in Rumänien geholfen. Eine Erfahrung, an die sie sich noch lange erinnern wird.
Stefanie Burch mit Zeichnungen, die sie von Kindern in Rumänien erhielt. (Bild: PD)

Stefanie Burch mit Zeichnungen, die sie von Kindern in Rumänien erhielt. (Bild: PD)

Vor anderthalb Jahren schloss Stefanie Burch ihre kaufmännische Grundbildung ab. Statt sich auszuruhen, absolvierte sie in einem einjährigen Vollzeitlehrgang die Berufsmatura. Mit der festen Absicht, den Weg für ein späteres Studium freizumachen. Angewandte Psychologie soll es mal werden. Die Zeit bis zum Studienbeginn im nächsten Herbst überbrückt die 20-jährige Sarnerin mit einem Temporärjob.

Vor kurzem leistete sie zudem gemeinnützige Arbeit im Dienste der Yana Foundation (you are not alone) in Rumänien. In einer Kindertagesstätte in einem kleinen Dorf auf dem Land half sie während fünf Wochen mit, Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen zu betreuen. Diese besuchen am Vormittag den Schulunterricht und müssen danach – bis die Eltern abends von der Arbeit zurückkehren – begleitet werden. Dazu gehören auch Hausaufgaben. «Ich konnte die Kinder vor allem in Mathematik und Englisch unterstützen, weil dort keine Sprachbarrieren bestehen», erzählt Stefanie Burch.

Während ihres Aufenthalts lebte die Obwaldnerin bei einer rumänischen Gastfamilie mit einem 4-jährigen Kind. Es sei eine wunderbare Erfahrung gewesen, auch wenn man oft mit Händen und Füssen kommunizieren musste.

«Die Leute sind oft mit Pferd und Wagen unterwegs»

Überhaupt seien die Leute freundlich gewesen. Und dies, obwohl die Bevölkerung auf dem Land arm sei: «Von Industrialisierung ist in diesem Dorf noch nicht viel zu sehen. Die Leute sind noch oft mit Pferd und Wagen unterwegs», erzählt Stefanie Burch.

Rumänien sei eine ganz besondere Erfahrung gewesen. Ein Aufenthalt, den sie sicher nie vergessen und von dem sie noch ihren Kindern und Enkeln erzählen werde. Immer wieder erinnert sie sich an besonders schöne Momente. Zum Beispiel, wie Buben und Mädchen zusammen tanzten. Oder zu sehen, wie glücklich und zufrieden Menschen sein können, obwohl sie praktisch nichts besitzen. Auch ein autistisches Mädchen in einer anderen Tagesstätte hat Stefanie tief beeindruckt. «Sie redete perfekt Englisch, obwohl sie noch nie im Ausland war.» Für Stefanie ist klar, dass sie früher oder später wieder zurückkehren wird. Um zu sehen, was aus den Kindern geworden ist. Von einer anderen Volontärin weiss sie, dass sich die Kinder darüber ausserordentlich freuen würden. Viel liegt Stefanie auch daran, ihre Gastfamilie, zu der sie regelmässig SMS-Kontakt hat, wieder mal zu treffen. Keine Frage: Das rumänische Dorf und seine Bewohner sind Stefanie Burch ans Herz gewachsen.

Daniel Schwab, Apimedia

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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