SARNEN: Sarnen plant Schutz am Hintergraben

Im Hintergraben sollen im Rutschgebiet die geordneten Wasserläufe wieder hergestellt werden. Die Gemeinde erarbeitet ein Projekt.

Martin Uebelhart
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Die Rutschung hat das Bett des Schlimbachs stark beschädigt. (Bild: PD)

Die Rutschung hat das Bett des Schlimbachs stark beschädigt. (Bild: PD)

Die Rutschung Hintergraben hat die Verantwortlichen in Kanton und Gemeinde Sarnen vor allem vergangenes Jahr in Atem gehalten. Im April beschleunigte sich die Rutschung stark. Häuser und Ställe, Wege und Strassen wurden beschädigt oder gar zerstört. Auch Bachläufe waren betroffen. Sofortmassnahmen hatten zum Ziel, Gerinneausbrüche zu verhindern, geregelte Wasserabflüsse zu gewährleisten und das Einsickern von Wasser in die Rutschmasse zu reduzieren.

Um die Wasserflüsse langfristig zu regeln, plant die Gemeinde Sarnen nun verschiedene Schutzbauten, wie der Obwaldner Regierungsrat in einem Bericht über die Sofortmassnahmen an den Kantonsrat festhält.

Das Wasser des Golpigräbli wird über Rohre abgeleitet. (Bild: PD)

Das Wasser des Golpigräbli wird über Rohre abgeleitet. (Bild: PD)

Die teilweise verschobenen Gerinne sollen wieder durchgängig gemacht werden, sagt Stephan Flury, Leiter Infrastruktur und Raumentwicklung bei der Einwohnergemeinde und Projektleiter. Das solle sicherstellen, dass möglichst wenig Wasser einsickere und die Gleitschicht der Rutschung «schmiere», so Flury. «Zudem soll erreicht werden, dass ein Bach den Lauf nicht verlässt, auch wenn mal etwas mehr Wasser fliesst, zum Beispiel bei einem Gewitter.»

Was das Ganze kosten soll, kann er noch nicht sagen. «Noch laufen geologische Abklärungen, die einen Einfluss auf die Kosten haben können», betont er.

Der Obwaldner Kantonsrat wird sich 2015 mit dem Dossier befassen.