SARNEN: Sarnen prescht alleine vor

Die Gemeinde Sarnen will eine Beratungs- und Koordinationsstelle für die Pflege und Betreuung im Alter schaffen. Der Kanton findet: Die Idee ist gut – der Zeitpunkt weniger.

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Eine Pflegefachfrau untersucht den Blutzuckerwert
einer Patientin (gestellte Szene). (Bild: Corinne Ganzmann / Neue NZ)

Eine Pflegefachfrau untersucht den Blutzuckerwert einer Patientin (gestellte Szene). (Bild: Corinne Ganzmann / Neue NZ)

«Wir müssen jetzt handeln», sagt die Sarner Sozialvorsteherin Manuela von Ah. Der Gemeinderat hat beschlossen, eine unabhängige Beratungs- und Koordinationsstelle rund um das Thema Betreuung und Pflege im Alter zu schaffen. «Die Einwohner von Sarnen haben heute keine eigentliche Anlaufstelle für allgemeine Fragen in Bezug auf Betreuung und Pflege im Alter», lautet die Begründung. Zudem erhofft man sich, so die steigenden Kosten in der Pflegefinanzierung in den Griff zu kriegen. «Ältere Menschen sollen so lange wie möglich daheim leben können», erklärt Manuela von Ah.

Überrascht – und auch etwas enttäuscht – ist nun Pro Senectute Obwalden. Auch sie würde gerne eine «Koordinationsstelle Alter» realisieren. Ihre Pläne dazu wird sie am Mittwoch an einer Sitzung vorstellen, zu welcher das Finanzdepartement eingeladen hatte. Werner Gut, Leiter Gesundheitsamt Obwalden: «Grundsätzlich begrüssen wir das Engagement der Gemeinde Sarnen. Aber der Zeitpunkt ist schon etwas unglücklich.»

ve

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