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SARNEN: Schikanen kommen weg

Die Enetriederstrasse wird entschlackt: Die Hälfte der Pflanzentröge verschwindet, die Zahl der Parkfelder wird reduziert. Halten sich Autofahrer trotzdem an Tempo 30?
Keine Blumentröge, dafür Parkverbotsschilder: die Enetriederstrasse bleibt vorerst hindernisfrei. (Bild: Adrian Venetz (Sarnen, 24. Oktober 2017))

Keine Blumentröge, dafür Parkverbotsschilder: die Enetriederstrasse bleibt vorerst hindernisfrei. (Bild: Adrian Venetz (Sarnen, 24. Oktober 2017))

Die Enetriederstrasse bietet in diesen Tagen ein ungewohntes Bild: Sämtliche Pflanzentröge in der Tempo-30-Zone sind fort, und an den wechselseitig markierten Parkfeldern stehen Parkverbotstafeln. Grund ist die derzeitige Sperrung der Kernser­strasse wegen Bauarbeiten. Auch bei Grossanlässen und Sperrungen im Dorf hat die Gemeinde die Tröge teils entfernt, damit der Verkehr auf der Enet­riederstrasse als Umfahrungsstrasse flüssiger läuft.

Noch bis Ende November bleibt die Enetriederstrasse hindernisfrei, wie Kurt Britschgi, Fachbereichsleiter Werke der Gemeinde Sarnen, auf Anfrage sagt. Und auch danach wird die Anzahl der verkehrsberuhigenden Massnahmen reduziert. Künftig stehen statt 10 nur noch 5 Pflanzentröge auf der Strasse, die Zahl der Parkfelder wird sogar von 26 auf 9 reduziert. «Nach rund einem Jahr wird ein Fachbüro Messungen durchführen», sagt Britschgi. Dabei wird untersucht, ob sich die Autofahrer trotz weniger Hindernisse an Tempo 30 halten. Gemäss einer Fachbroschüre der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) gilt in einer Tempo-30-Zone ein Richtwert, wonach 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer nicht schneller als 38 Stundenkilometer fahren dürfen. Wird dieser Richtwert nicht eingehalten, sind weitere verkehrsberuhigende Massnahmen zu prüfen. Bei Geschwindigkeitskontrollen der Polizei gelten diese Richtwerte natürlich nicht – wer mit Tempo 38 fährt, kriegt weiterhin eine Busse.

Grund für die reduzierten Verkehrshindernisse: Im Zusammenhang mit der (vom Stimmvolk abgelehnten) Einführung einer Tempo-30-Zone im Dorf kam immer wieder auch die Enet­riederstrasse ins Gespräch. Gegner von Tempo-30-Zonen betrachteten diese Strasse als «Musterbeispiel» dafür, wie mühsam solche verkehrsberuhigenden Massnahmen in Form von Pflanzentrögen für Autofahrer seien. Bereits damals hatte der Gemeinderat angekündigt, eine Reduzierung der Pflanzentröge und Parkfelder auf der Enetriederstrasse ins Auge zu fassen. (ve)

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