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SARNEN: Segelflieger bewusst im Fluss gelandet

Keine zwei Wochen nach einem tödlichen Absturz ist am Samstag wieder ein Flugzeug neben statt auf der Piste gelandet. Die Insassen hatten riesiges Glück. Was die Polizei zuerst wie einen Absturz taxierte, ist absichtlich geschehen: Der Pilot hat den Segelflieger im Bach notgelandet.
Oliver Mattmann
Einsatzkräfte sichern den Segelflieger in der Sarneraa mit Seilen. (Bild: Polizei Obwalden)

Einsatzkräfte sichern den Segelflieger in der Sarneraa mit Seilen. (Bild: Polizei Obwalden)

Glück im Unglück für einen Segelfluglehrer (29) aus Obwalden und seinen Schüler (31). Sie sind gestern kurz vor 13 Uhr mittags nach einer Notlandung in der Sarneraa mit dem Schrecken davongekommen. Der Unfall ist bereits der zweite auf dem Flugplatz Kägiswil bei Sarnen innert kürzester Zeit, nachdem am 23. Juli drei Insassen bei einem Crash in den Tod gerissen wurden.

Die gestrige Unglücksstelle befindet sich etwa 150 Meter vor der Piste. «Der Flieger hat zu schnell an Höhe verloren, deshalb haben sie es nicht mehr zur Landebahn geschafft», sagte Ruedi Waser, Präsident der Flugplatzgenossenschaft Obwalden und selber passionierter Segelflugzeugpilot, auf Anfrage. Er vermutet, dass sich die Landeklappen nicht mehr einfahren liessen, nachdem er gestern vor Ort mit dem betroffenen Piloten gesprochen hat. Waser: «Deshalb sank er schneller als gewollt. Eine Notlandung wurde unausweichlich.» Der junge Pilot entschied sich für die Landung im Fluss.

Gegen 100 km/h auf dem Tacho

Ruedi Waser schätzt, dass der Segelflieger zu diesem Zeitpunkt noch mit einer Geschwindigkeit von 90 bis 100 Stundenkilometern unterwegs war, nachdem er bereits das Dach eines Wohnhauses gestreift hatte und dabei einige Ziegel mitriss. Trotz des harten Aufpralls blieben die beiden Insassen praktisch unversehrt. Der Fluglehrer konnte sich unverletzt aus dem Wrack in der kniehohen Sarneraa befreien, der Flugschüler wurde für weitere Abklärungen zunächst ins Spital gebracht, konnte dieses laut Waser mit «einigen Schürfwunden am Bein» aber wieder verlassen. «Beide sind den Umständen entsprechend in guter Verfassung.» Beiden ist aber auch bewusst: Ihnen standen einige Schutzengel zur Seite. «Solche Unfälle kommen nicht häufig vor. Überhaupt sind Zwischenfälle mit Segelflugzeugen sehr selten», so Ruedi Waser.

Ob der gestrige Absturz tatsächlich auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist, werden nun die Untersuchungen ergeben. Dazu haben die Obwaldner Behörden die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) eingeschaltet. Diese war ebenso vor Ort wie die Feuerwehr Sarnen und die Sanität, bevor der stark beschädigte Flieger aus der Sarneraa gezogen wurde. Nähere Angaben zur möglichen Unfallursache wurden von der Sust gestern keine gemacht. Sie verwies auf das laufende Verfahren.

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