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SARNEN: Skifahren statt Surfen und Wellenreiten

Sonne, Strand und blaues Meer prägen die Südsee zur Weihnachtszeit. Lindsey Chun aus Hawaii wünscht sich in ihrem Austauschjahr nichts mehr als weisse Weihnachten.
Anna Burch
Lindsey Chun aus Hawaii hilft, den Christbaum ihrer Obwaldner Gastfamilie zu schmücken. (Bild Anna Burch)

Lindsey Chun aus Hawaii hilft, den Christbaum ihrer Obwaldner Gastfamilie zu schmücken. (Bild Anna Burch)

«Mele Kalikimaka!» So sagt man «Fröhliche Weihnachten» auf hawaiianisch. Duftende Lebkuchenhäuser, weihnächtliche Balladen im Radio und bunt leuchtende Dekorationen in der ganzen Nachbarschaft – so kann man sich Weihnachten auf Hawaii vorstellen. Nur auf Schnee könne man lange warten, lacht Lindsey Chun. Fernab von ihrer Heimat wird die Austauschschülerin von Kauai, einer hawaiianischen Insel im Pazifik, dieses Jahr Weihnachten auf Schweizer Art mit ihrer Gastfamilie in Sarnen feiern. Statt Surfen und Wellenreiten wie ihre hawaiianischen Freunde wird die 16-Jährige diese Weihnachtsferien mit Skifahren verbringen.

Weihnachtszauber

Ausser haufenweise Schokolade, konnte sich Lindsey nicht viel unter ihrem Gastland Schweiz vorstellen. Im Rahmen eines Jugendaustauschprogramms von Rotary kann sie ein Jahr lang Schweizer Luft schnuppern, Deutsch lernen und in drei Obwaldner Gastfamilien Land und Leute kennen lernen. Mittlerweile hat sich die Amerikanerin schon gut eingelebt. Das Heimweh sei in der Weihnachtszeit schon ein wenig stärker, jedoch freue sie sich auch, Weihnachten einmal auf eine ganz andere Art feiern zu können, meint sie. Die Weihnachtspost an die Familie sei schon auf dem Weg einmal halb um den Globus bis nach Hawaii. Diese Distanzen werden jedoch von der heutigen Technik relativiert, und so kann Lindsey, wenn auch nur über Skype, beinahe persönlich teilnehmen an der Familienfeier in Hawaii. «An Weihnachten kommt man sich näher in der Familie, unter Freunden und Bekannten», und das ist es auch, was sie am Fest der Liebe so fasziniert. «Weihnachten ist einfach cool», meint die 16-Jährige mit leuchtenden Augen. In den USA beginne die Feiertagssaison schon im November mit Thanksgiving, dem Erntedankfest. Das sei der Beginn eines Schlemmermarathons, den man bis Silvester durchzuhalten habe, schmunzelt sie.

Importierte Christbäume

Wachsen die Tannenbäume bei uns direkt im Wald, werden die Weihnachtsbäume in Hawaii mit dem Schiff über Tausende von Kilometern importiert. Weisse Weihnachten, das wünscht sich die junge Hawaiianerin dieses Jahr am innigsten. Doch Väterchen Frost lässt Lindsey und viele hoffende Kinder bis jetzt auf seinen weissen Mantel warten.

Ist in der Schweiz das Christkind dafür zuständig, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen, so übernimmt diesen Job in Hawaii und im Rest der USA der Santa Claus, auch Weihnachtsmann genannt. Mit seinen Rentieren sammelt er Wunschlisten ein und besucht die Häuser spät abends am 24. Dezember, indem er mit einem Sack voller Geschenken auf dem Rücken den Kamin hinuntersteigt. «Ich wollte immer bis spät abends wach bleiben, um den Santa Claus zu sehen wie er die Geschenke unter den Christbaum legt», erinnert sich Lindsey. Doch geklappt hat es nie. Dass auf ihrem Haus gar kein Kamin steht, fiel ihr erst mit den Jahren auf. Mit der Zeit wurde der Santa Claus zur Märchenfigur, Weihnachten aber verlor für die Hawaiianerin nie seinen speziellen Zauber. Und wer weiss, vielleicht wird der Santa Claus in Zusammenarbeit mit dem Christkind ihr trotzdem noch den grossen Wunsch einer Portion Schnee zu Weihnachten erfüllen.

Anna Burch

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