SARNEN: Sondierbohrungen fördern Erdgas zu Tage

Damit hat wohl niemand gerech­net: Bei einer Bohrung für Erdwärmesonden in Wilen bei Sarnen trat Erdgas aus. We­gen der Explosionsgefahr musste die Feuerwehr ausrücken.

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Feuerwehr und Polizei sperren das Gelände ab. (Bild Josef Rein­hard/ Neue OZ)

Feuerwehr und Polizei sperren das Gelände ab. (Bild Josef Rein­hard/ Neue OZ)

Als Bauarbeiter am Montagmorgen in Wilen bei Sarnen Bohrungen für Erdwär­me­sonden durchführten, stiessen sie in rund 70 Meter Tiefe auf eine Erdgasblase. Wegen der Explosionsgefahr musste die Feuerwehr mit rund 30 Mann ausrücken - Anwohner wurde evakuiert.

«Mit einem Grosslüfter sorgten wir dafür, dass sich das Methangas ver­flüchtigte. Denn nebst der Explosionsgefahr sind die Dämpfe auch zum Einatmen gefährlich», sagte Feuerwehrkommandant Thomas Schrackmann.

Um das Gas aus der Blase zu entfernen, wird es kontrolliert abgefackelt. In den nächsten Tagen wird entschieden, ob die Stelle für die Erdwärmesonde noch verwendet werden kann. Schon vor neun Jahren war in Sarnen bei einer Bohrung Erdgas ausgetreten.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.

Das war vor neun Jahren: Erdgasaustritt bei der Wohnüberbauung Boden­mattli in Wilen bei Sarnen am 26. September 2000. Das ausströmende Gas wurde damals kontrolliert in Brand gesetzt. (Archivbild Josef Reinhard/Neue OZ)