SARNEN: Sprachförderung in der «Spielgruppe plus»

Eine Spielgruppe testete Sprachförderung für fremdsprachige Kinder. Ab Sommer macht das Modell nun Schule im Kanton.

Marion Wannemacher
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Pilotprojekt für gezielte Sprach­förderung in der Spielgruppe: Gemeinsam am Tisch im Peterhof werden die Früchte gerüstet. Links hinten Spielgruppenleiterin Jolanda Rohrer. (Bild Marion Wannemacher)

Pilotprojekt für gezielte Sprach­förderung in der Spielgruppe: Gemeinsam am Tisch im Peterhof werden die Früchte gerüstet. Links hinten Spielgruppenleiterin Jolanda Rohrer. (Bild Marion Wannemacher)

Es ist ein besonderer Tag für die Kinder der Spielgruppe Peterhof: Zum letzten Mal vor den Ferien kommen die fünf Mädchen und Buben zusammen. Acht von ihnen besuchen nach den Ferien den Kindergarten. «Ich hab schon mein Täschli», erzählt ein kleiner Bub. «Ich war gestern zum Schnuppern im Kindergarten», berichtet ein Meitli. Die Leiterinnen Daniela Häller und Jolanda Rohrer haben sich für den Morgen etwas Spezielles ausgedacht: Die Kinder werden für ihre Eltern einen Apéro richten.

Tutti Frutti – spielend lernen

Daniela Häller hält auf ihrem Schoss einen Korb. Die Kinder sollen raten, welche Früchte darin sind. Nach und nach legt sie eine Banane, Nektarine, Melone und Trauben vor sich auf den Boden. Spielerische Sprachförderung, das ist die Idee hinter dem Angebot «Spielgruppe plus». Seit März testet es die Spielgruppe Peterhof am Donnerstagmorgen im Pilotprojekt.

Jetzt soll das Modell Schule machen. Ende Januar haben 18 Spielgruppenleiterinnen im Kanton eine neue Weiterbildung für gezielte Sprachförderung und Integration von fremdsprachigen Kindern abgeschlossen. Das Projekt ist Teil des Kantonalen Integrationsprogramms (KIP) 2014 bis 2017 und steht unter der Leitung der Fachstelle Gesellschaftsfragen im Kanton.