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SARNEN: «TecNight»: Eintauchen in di Welt der Technik

Die Obwaldner Bevölkerung und Schüler der Kantonsschule konnten am Dienstagabend in die Welt der Technik eintauchen. Zur «TecNight» kamen mehrere hundert Besucher.
Marion Wannemacher
Colin Wallimann (v. l.), Ivo Joller, Joel Michel, Organisatorin Béatrice Miller und Dozent Thilo Stadelmann vor einer Podiumsdiskussion an der «TecNight». (Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 23. Januar 2018))

Colin Wallimann (v. l.), Ivo Joller, Joel Michel, Organisatorin Béatrice Miller und Dozent Thilo Stadelmann vor einer Podiumsdiskussion an der «TecNight». (Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 23. Januar 2018))

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@ obwaldnerzeitung.ch

«Es ist super, bisher war alles spannend», sagt Maturandin Hanna Schenek nach dem Podiumsgespräch über Künstliche Intelligenz. «Prima, wirklich interessant», loben auch zwei Zuschauerinnen aus der zweiten Reihe, die gerade zur nächsten Veranstaltung aufbrechen. An der Kantonsschule Obwalden (KSO) ist am vergangenen Dienstag «TecNight». Die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) und die KSO veranstalteten am Nachmittag für die Gymnasiasten einen «TecDay», zur «TecNight» am Abend ist gar die ganze Obwaldner Bevölkerung eingeladen.

«Technik prägt unseren Alltag. Viele haben keinen Zugang zu diesem Thema. Diesen wollen wir Jugendlichen am TecDay und der Bevölkerung an der TecNight verschaffen», betont Béatrice Miller, stellvertretende Generalsekretärin der SATW. Vielfältig ist das Programm der 27 Referate von Wissenschaftlern und Ingenieuren von Universitäten, Hochschulen und Unternehmen. Wie wirken Handystrahlen auf unseren Organismus? Wie denken denkende Maschinen? Das sind nur einige der Themen.

Prorektor zeigt sich mit dem Erfolg vollauf zufrieden

Alex Birrer, Prorektor für Mathematik und Naturwissenschaften, macht bei den Schülern einen klaren Trend aus: «Die Themen, die mit Robotik und Computeranwendung zu tun haben, stossen am meisten auf Interesse, die Energiethemen weniger.» Mit dem Erfolg der TecNight ist er vollauf zufrieden. «Fast 500 Besucher aus Obwalden sind gekommen.» Bereits vor vier Jahren hat es einen TecDay und eine TecNight gegeben. «Die Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) ist seit mehreren Jahren ein Thema unserer Bildungslandschaft. Man kann es den Schülern nicht viel näher bringen als am TecDay», lobt er.

Vincent Revol, Abteilungsleiter am Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) in Alpnach, referiert über das Thema «Den Doktor immer dabei. Science Fiction oder Realität.» Der Ingenieur berichtet über den Nutzen sogenannter Wearables, Computersystemen am Körper, die zur Früherkennung von Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes eingesetzt werden können. Zur Demonstration hat er Sensoren unter seinem Hemd angelegt, die auf einem Laptop Pulsschlag, Atem und Körpertemperatur anzeigen.

Philosophische Fragen an den Experten

Die Gymi-Schüler Colin Wallimann, Joel Michel und Ivo Joller stellen in einem Podium Fragen über Künstliche Intelligenz (KI) an Thilo Stadelmann, Dozent für Data Science an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Eigentlich ist in ­vielen Bereichen Künstliche Intelligenz, also das Automatisieren intelligenten Verhaltens, vorhanden. «Nur, sobald es funktioniert, nennen wir es nicht mehr Intelligenz», erklärt dieser.

Die Diskussion landet bei philosophischen Fragen. Etwa, ob der Computer den Menschen ablöst. Er mache sich da wenig Gedanken, beruhigt der Wissenschaftler. Erfahrung und Interaktion mit Menschen seien nicht einfach zu ersetzen. Um die ethische Seite, den Einsatz von KI im Krieg und ob Roboter jemals Gefühle haben werden, drehen sich die Fragen aus dem Publikum. Die Diskussion könnte noch lange dauern. Doch die Zeit ist abgelaufen. Weiter geht’s zur nächsten Veranstaltung an der TecNight.

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