SARNEN: Villa zerfällt – nun greift die Gemeinde ein

Teile der Fassade der Landenberg-Villa sind eingestürzt. Damit nichts auf die Strasse darunter fällt, hat die Gemeinde einen Zaun errichtet – auf Kosten der Eigentümerin.

Christoph Riebli
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Die Landenberg-Villa bricht langsam zusammen. «Schlichtweg unfassbar», sagt der Obwaldner Denkmalpfleger dazu. (Bild: Philipp Schmidli)

Die Landenberg-Villa bricht langsam zusammen. «Schlichtweg unfassbar», sagt der Obwaldner Denkmalpfleger dazu. (Bild: Philipp Schmidli)

Augenfälliger könnte der missliche Zustand der Villa Landenberg kaum mehr sein. Neu klafft eine rund drei Meter breite und über zwei Etagen hohe Lücke in der Frontfassade. Sie ist in den letzten Tagen eingestürzt, die Trümmer sind auf dem darunterliegenden Balkon und der Veranda gelandet.

Jetzt ist die Gemeinde aktiv geworden – im öffentlichen Interesse: «Es ist nicht ausgeschlossen, dass Mauer- oder andere Bauteile bis auf die darunterliegende Landenbergstrasse fallen könnten», sagt Alois Abegg, Leiter des Sarner Bauamtes. Gleichentags sei unterhalb der Villa eine Holzpalisade errichtet worden, die herunterfallendes Material auffangen soll. «Die Gefahr eines weiteren Einsturzes ist gemäss Experten latent vorhanden», erklärt Abegg weiter. Die Kosten für die Sicherheitsmassnahmen werden der Eigentümerin berechnet. Sie wollte sich gegenüber unserer Zeitung nicht dazu äussern.