SARNEN: Was passiert mit dem Benediktiner-Kollegium?

Obwalden könnte zumindest teilweise das Professorenheim des Benediktiner-Kollegiums in Sarnen nutzen. Darauf haben sich der Kanton und das Benediktinerkloster Muri-Gries geeinigt.

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Das Professorenheim des Kollegiums Sarnen. (Archivbild Neue OZ)

Das Professorenheim des Kollegiums Sarnen. (Archivbild Neue OZ)

Im Benediktiner-Kollegium Sarnen leben noch sechs Brüder. Sie nutzen das Professorenheim und die Kollegikirche. Weil die Gebäude für die wenigen Bewohner zu gross geworden seien, habe das Kloster Muri-Gries mit dem Kanton Verhandlungen über die Nutzung des Professorenheimes geführt, teilte die Staatskanzlei am Montag mit.

Das Ergebnis ist eine Absichtserklärung. Diese sieht gemäss Staatskanzlei vor, dass die Brüder weiterhin im Professorenheim wohnen, der Kanton aber einen Teil des Gebäudes nutzen kann. Falls Muri-Gries Sarnen später als Aussenstandort aufgibt, verhandelt es exklusiv mit dem Kanton über die Zukunft der Liegenschaft.

Das Kloster Muri-Gries, das Benediktiner-Kollegium Sarnen und der Kanton werden nun eine Arbeitsgruppe einsetzen, die in den nächsten zwei Jahren Szenarien für die künftige Nutzung sowie eine allfällige Übernahme des Professorenheims entwickeln wird. Sollte das Kloster für die Klosterbibliothek, das Klosterarchiv und die Sammlungen einen anderen Standort wählen, bietet es dem Kanton die Nutzung des ganzen Gebäudes an.

Das Kloster Muri-Gries gehört zur Schweizerischen Benediktinerkongregation und wird von Abt Benno Malfèr geleitet. Es besteht aus dem Kloster Gries in Bozen (Italien) und mehreren Aussenstellen, unter anderem in Sarnen und Muri AG.

sda/rem