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Sarnen will zweites Kindergartenjahr einführen

Auf das Schuljahr 2019/2020 sollen Kinder in ganz Sarnen freiwillig ein zweites Kindergartenjahr besuchen können. Es entstehen Mehrkosten von 450 000 Franken jährlich. Zudem werden gemeindeweit fünf neue Kindergärten nötig.
Franziska Herger
Kindergärtler in Sarnen beim Kartenspiel. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 26. Juni 2018))

Kindergärtler in Sarnen beim Kartenspiel. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 26. Juni 2018))

Der Gemeinderat von Sarnen will auf das Schuljahr 2019/2020 das freiwillige zweite Kindergartenjahr einführen, wie er gestern mitteilte. Die Stimmbürger sollen an der Urnenabstimmung vom 25. November über die Einführung abstimmen. Bei einer Annahme wäre der Hauptort nicht nur die letzte Gemeinde im Kanton, sondern gemäss dem zuständigen Gemeinderat Cleo Bracale auch die zweitletzte Gemeinde in der ganzen Schweiz, wo die Kleinen ein Jahr früher in den Kindergarten können. In Sachseln wird dies zwar erst möglich, wenn voraussichtlich 2021 der Neubau des Schulhauses Arni fertiggestellt ist, doch angenommen hat die Gemeinde den Zweijahreskindergarten bereits 2014.

Dass Sarnen zu den Letzten gehöre, dürfe jedoch kein Argument sein, betont Cleo Bracale. «Viel wichtiger ist, dass das freiwillige zweite Jahr einem Bedürfnis der Bürger entspricht. Eine briefliche Anfrage bei den Eltern, deren Kinder im Schuljahr 2019/2020 ins erste Kindergartenjahr kommen würden, hat ergeben, dass rund 80 Prozent ihre Kinder in den Zweijahreskindergarten schicken würden.»

4,8 neue Vollzeitstellen würden nötig

Die Entwicklung der Schülerzahlen erfordere aus heutiger Sicht maximal drei neue Kindergärten in Sarnen, einen neuen Kindergarten in Stalden und je einen halben neuen Kindergarten in Kägiswil und Wilen, schreibt der Gemeinderat. 4,8 neue Vollzeitstellen müssen geschaffen werden. Es werde aus heutiger Sicht mit jährlich wiederkehrenden Personal- und Betriebskosten von rund 450 000 Franken gerechnet. Für das erste Betriebsjahr entstehen zusätzlich Bau- und Einrichtungskosten von 236 000 Franken. Die Urnenabstimmung im November ist nicht mit einer Kreditvorlage verbunden, wie der Gemeinderat mitteilt. Die wiederkehrenden Kosten würden bei einer Annahme im Budget aufgenommen.

Der Gemeinderat stellt eine Abstimmung über das zweite Kindergartenjahr seit Jahren in Aussicht. «Wir haben lange die Varianten abgewägt, um eine kostengünstige Lösung zu finden», so Cleo Bracale. Statt einer teureren Containerlösung hat man sich in Sarnen entschieden, die drei zusätzlichen Kindergärten im Schulhaus 1 und im blauen Pavillon 5a unterzubringen. «Dadurch werden die Räume optimal genützt, aber die Kinder müssen etwas zusammenrücken.» Unterrichtsfreundlichkeit sei aber nach wie vor gegeben, sagt Bracale.

Kindergarten Wilen soll leicht vergrössert werden

Wie der Gemeinderat mitteilt, ist vorgesehen, nach einem Erwerb des OKB-Provisoriums auf der Cherparzelle die zusätzlichen Kindergärten danach in diesem Gebäude zu platzieren. «Dass die Gemeinde das Provisorium erwerben kann, war bereits vereinbart, als Sarnen der OKB den Bau auf der Cherparzelle genehmigt hat», sagt Gemeindeschreiber Max Rötheli. Wann genau das Provisorium frei wird, ist jedoch noch nicht bekannt. Das Baugesuch für den neuen OKB-Hauptsitz im Sarner Quartier Feld soll Mitte November eingereicht werden. Die Länge des Verfahrens hängt von allfälligen Einsprachen ab, geplant ist der Bezug des Neubaus im Sommer 2021.

Man gehe davon aus, dass man das Provisorium der OKB in diesem Zeitrahmen übernehmen könne, sagt Gemeinderat Cleo Bracale. «Sonst müsste man dann vielleicht doch mit Containern arbeiten.» Der Erwerb des Gebäudes werde der Gemeindeversammlung vorgelegt, wenn es so weit sei, ergänzt Max Rötheli.

In den Aussenbezirken fallen die Veränderungen kleiner aus: In Wilen soll der bestehende Kindergarten leicht vergrössert werden «jedoch nur im Innern, etwa durch das Entfernen einer Wand», so Cleo Bracale. Hier wie auch in Kägiswil würden zudem die Klassen so zusammengelegt, dass für jedes Jahr nur noch eine Kindergartenklasse bestünde. In Stalden soll sich nichts ändern, der vor rund zwei Monaten fertiggestellte Neubau sei gross genug für die zusätzlichen Kindergärtler, erklärt Cleo Bracale. Er ist optimistisch im Hinblick auf die Abstimmung: «Die jetzige Lösung ist finanziell die bestmögliche.»

Zweites Kindergartenjahr ist in Obwalden beliebt

Anzahl Kinder
Gemeinde 1. Kindergartenjahr 2016/17 2. Kindergartenjahr 2017/18
Alpnach 48 80
Engelberg 30 34
Giswil 30 39
Kerns 73 97
Lungern 21 28

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