SARNEN: Wird Villastandort zu einem grünen Flecken?

Die verlotterte Villa auf dem Landenberg steht in einer Grünzone. Wird sie zur Ruine, darf auf dem Hügel nichts mehr gebaut werden. Noch könnte man sie retten.

Christoph Riebli
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Die rosa schimmernde Villa Landenberg und das national geschützte alte Zeughaus (rechts davon) oberhalb von Sarnen. (Bild Corinne Glanzmann)

Die rosa schimmernde Villa Landenberg und das national geschützte alte Zeughaus (rechts davon) oberhalb von Sarnen. (Bild Corinne Glanzmann)

«Wenn man noch länger wartet, kann man die Villa nur noch abbrechen», steht für den Obwaldner Denkmalpfleger Peter Omachen fest. «Dann fällt das Haus halt von allein zusammen», sagte die Besitzerin der Villa Landenberg unlängst in unserer Zeitung zu deren Zukunft. Ihre kapitale Einstellung hat eine Vorgeschichte: Vor bald zwanzig Jahren setzte sie sich ohne Erfolg vor dem Obwaldner Verwaltungsgericht gegen die Unterschutzstellung des über 150-jährigen Hauses zur Wehr. Seit es denkmalgeschützt ist, steht es leer und zerfällt in sich. Und das an prächtigster Lage und prägend für das Ortsbild des Obwaldner Hauptortes Sarnen.

Grund: Unter den «kompromisslosen gesetzlichen Vorgaben» verkäme eine Sanierung zu einem finanziellen Abenteuer, so die Befürchtungen der Hausbesitzerin. Selbst wenn das Haus aus dem Schutz entlassen würde, sei der Grundeigentümerin damit nicht geholfen, erklärt Peter Omachen. «Die Villa auf dem Landenberg steht in einer Grünzone. Ein Neu- oder Ersatzbau in dieser Zone ist gar nicht möglich.»