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SARNEN: Wunsch nach Parkhaus bleibt gross

Parkhaus ja, aber ohne Kantonsgelder: Für Kantonsrat Jürg Berlinger ist das Thema der Finanzierung noch nicht vom Tisch. Auch an seinem favorisierten Standort will er festhalten.
Matthias Piazza
Das Gebiet beim BWZ in Sarnen steht ebenfalls zur Debatte für Park-and-Ride-Parkplätze. (Bild: Corinne Glanzmann (29. August 2017))

Das Gebiet beim BWZ in Sarnen steht ebenfalls zur Debatte für Park-and-Ride-Parkplätze. (Bild: Corinne Glanzmann (29. August 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

120 öffentliche Parkplätze im unterirdischen Parkhaus, die insbesondere für Park and Ride (also Bahnbenützer) beim Bahnhof Sarnen zur Verfügung stehen würden: Mit dem abschlägigen Urteil des Bundesgerichts zum Neubau des Hauptsitzes der Obwaldner Kantonalbank (OKB) am bestehenden Standort im Zentrum von Sarnen sind auch diese Pläne hinfällig geworden.

Der Kanton hätte sich mit rund 4,1 Millionen Franken an den Investitionskosten von 8,3 Millionen Franken beteiligt. Der Betrag ist nun gestrichen, wie die Regierung in einer entsprechenden Antwort auf einen Vorstoss des Sarner CVP-Kantonsrats Jürg Berlinger schreibt. Wegen der angespannten Finanzlage würden dem Kanton die Mittel fehlen, um in den nächsten Jahren ein solches Parkhaus zu realisieren. Eine rasche Umsetzung wäre nur möglich, wenn weitere Investoren wie Gemeinde, Zentralbahn oder Wirtschaft massgeblich mitzahlen würden, heisst es weiter. Der vorfinanzierte Betrag würde damit aufgelöst und könne nicht für künftige ähnliche Projekte verwendet werden. Die Notwendigkeit eines Parkhauses stellt die Regierung aber nicht in Frage. Ein solches müsste allerdings im Zentrum realisiert werden, möglichst nahe beim Bahnhof Sarnen, wo die Interregios halten und sich auch der regionale Bushof befinde.

Kanton soll sich an den Kosten beteiligen

CVP-Interpellant Jürg Berlinger reagiert mit gemischten Gefühlen auf die Antwort der Regierung. «Zum einen freut mich, dass die Regierung einsieht, dass Sarnen weitere Parkplätze braucht. Das ist ja auch in einem Konzept nachgewiesen, das für Sarnen einen Mangel von 150 Parkplätzen ausweist.» Weniger erfreut ist er, dass sich der Kanton von einer Mitfinanzierung für ein künftiges Projekt verabschiedet. Die Regierung beruft sich dabei auf das Finanzhaushaltgesetz, wonach der Betrag hinfällig wird, wenn das Vorhaben aufgelöst wird. Jürg Berlinger beurteilt die Situation anders. «Diese Frage, ob der Betrag nicht auch für ein alternatives Parkhaus-Projekt gilt, ist für mich noch nicht geklärt.» Der Kantonsrat behandelt Berlingers Interpellation am 7. September.

Die Gemeindeversammlung Sarnen sprach damals einen Betrag von 1,2 Millionen Franken. Die Gemeinde wäre auch jetzt wieder dabei, meint Jürg Berlinger, selber Gemeinderat von Sarnen. Für ihn ist klar: «Ein unterirdisches Parkhaus im Zentrum macht am meisten Sinn.» Und er würde es begrüssen, wenn sich nebst Kanton und Gemeinde auch die Zentralbahn an der Finanzierung beteiligen würde.

Keine Gesetzesgrundlage für Mitfinanzierung

Die Zentralbahn begrüsse die Pläne einer P+R-Anlage sehr, heisst es dort auf Anfrage. Allerdings dürfe sie sich nicht an der Finanzierung beteiligen, da solche Anlagen gemäss Eisenbahngesetz nicht Teil der vom Bund finanzierten Anlagen seien.

Zurzeit bestehen beim Bahnhof Sarnen neun P+R-Parkplätze. Berlinger lässt offen, wo weitere Parkplätze entstehen könnten. Er könne sich etwa das Gelände im Bereich des Berufs- und Weiterbildungszentrums in Sarnen vorstellen, das sich unmittelbar hinter dem Bahnhof befindet. Sein favorisierter Standort sei aber nach wie vor jener am ehemaligen Hauptsitz der Obwaldner Kantonalbank im Zentrum von Sarnen. Trotz des nicht realisierten Neubaus schliesst er einen Bau eines unterirdischen Parkhauses dort nicht aus.

Die OKB fände eine P+R-Anlage im Sarner Zentrum nach wie vor sinnvoll. «Es liegt jedoch nicht in unseren Händen, diese zu realisieren», heisst es auf Anfrage. Was mit dem Grundstück an der Bahnhofstrasse geschehen solle, sei noch nicht definitiv entschieden.

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