Sarnen: Zivilschutzanlage wird Asylunterkunft

Die Situation in der Unterbringung von Asylsuchenden im Kanton Obwalden hat sich dramatisch zugespitzt. Als Notmassnahme wird die Zivilschutzanlage Foribach in Sarnen als Asylunterkunft in Betrieb genommen.

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Die Zivilschutzanlage befindet sich unter der westlichen Einstellhalle des A8-Werkhofs Foribach. (Bild: Robert Hess/Neue OZ)

Die Zivilschutzanlage befindet sich unter der westlichen Einstellhalle des A8-Werkhofs Foribach. (Bild: Robert Hess/Neue OZ)

Die vom Kanton Obwalden eingesetzte Task Force Asyl sucht intensiv nach Lösungen zur Unterbringung von Asylsuchenden. Aufgrund der letzten Berichterstattung in der Neuen Obwaldner Zeitung am 7. September 2012 wurden dem Kanton erneut einzelne Unterkünfte angeboten. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre hat sich jedoch gezeigt, dass oft nur ein geringer Teil der Angebote realisierbar ist. Es ist daher offen, ob sich die Situation damit entschärft, heisst es in einer Medienmitteilung des Sicherheits- und Justizdepartementes vom Freitag.

Der Obwaldner Regierungsrat hat deshalb entschieden als Notmassnahme die Zivilschutzanlage Foribach, Sarnen, ab Ende Oktober 2012 als Asylunterkunft zu nutzen. Vorgesehen ist die Unterbringung von rund 30 Asylsuchenden.

Gemeinden als Eigentümer einverstanden

Die Zivilschutzanlage Foribach ist als Sanitätshilfsstelle ausgebaut und steht im Eigentum der Gemeinden. Diese sind mit der Inbetriebnahme der Anlage als Asylunterkunft im Sinne einer Notmassnahme einverstanden. Der Gemeinderat Sarnen verlangt, dass die Sicherheit gewährleistet wird.

Diese Auflage der Gemeinde Sarnen wird selbstverständlich erfüllt, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein Betreuungsund Sicherheitskonzept ist erarbeitet. Die Betreuung wird eine Person der Caritas übernehmen. Sie wird während des ganzen Tages vor Ort sein. Nachts wird eine beauftragte Sicherheitsfirma für die notwendige Ruhe und Ordnung besorgt sein.

Suche geht weiter

Da weitere bisher zur Verfügung stehende Unterkünfte mittelfristig abgebrochen werden, sucht die Task Force Asyl weiterhin nach Unterbringungsmöglichkeiten. Geprüft wird die Nutzung von Landparzellen für die Einrichtung von Wohncontainern.

pd/zim