SARNEN/GISWIL/SACHSELN: Bunte und gfürchige Fasnachtskinder

In manchen Obwaldner Orten zogen am Schmutzigen Donnerstag allerlei kleine, aber gefährliche Gestalten und bunte Wesen durch die Gassen: die Fasnachtskinder zogen um.

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Am Umzug der Kinder in Sarnen. (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Am Umzug der Kinder in Sarnen. (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Am Kinderumzug der Lälli-Zunft in Sarnen waren mit dem Motto «Einmal um die ganze Welt» der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Sie reichte von Madagaskar bis Grönland und von der arabischen Wüste bis zu den Indios im peruanischen Hochland. Die Kreativität, die Farbenpracht und die Begeisterung der Umzugsteilnehmer beeindruckte auch Lälli-Zunftmeister Erwin II.

«Mit diesem Motto können alle etwas anfangen», betonte er, nachdem er vor dem Umzug die Teilnehmer auf dem Sammelplatz besuchte. Als Sieger wurde «Völker dieser Welt» aus Kägiswil erkoren, gefolgt von «Traumflug um die Welt» aus Sarnen und «In 80 Tagen um die Welt», ebenfalls aus Sarnen.

Bunte Schar auch in Giswil
Wilde Cowboys, anmutige Prinzessinnen, mutige Feuerwehrmänner, farbenfrohe Clowns und viele weitere originelle Figuren sorgten gestern Nachmittag für eine bunte Kinderfasnacht in Giswil. Begleitet von den Loiwifäger und den Chieferschüttler zog die kunterbunte Kinderschar durch Giswil und trotzte den frostigen Temperaturen. Danach gings in die Turnhalle, wo sich die kleinen Fasnächtler bei Spiel und Spass vergnügten  und aufwärmten. 

Piratenschiffe ahoi
Sachseln setzte an der Fasnacht voll und ganz auf seinen Nachwuchs: Unter dem Motto «Schiff ahoi» sorgte der Familientreff Sachseln für eine ebenso farbige wie «gfürchige» Kinderfasnacht. Ein Piratenschiff ums andere segelte, gaukelte oder schwankte durchs Dorf. Bis auf die Zähne bewaffnete Pirätchen und Seeräuberbräutchen hüteten ihre Schatzkisten voll Gold oder Konfetti.

Selbst bei den Guuggen, die den nötigen Sound zur Seeräuberstory beisteuerten, trommelten und guuggten ganz kleine Fasnächtlerinnen und Fasnächtler mit. Fazit: Für Narrennachwuchs ist in Sachseln gesorgt.

Primus Camenzind; Romano Cuonz; Matthias Piazza/Neue OZ