SARNEN/MYANMAR: Er lässt die Ärmsten ausbilden

Ein Sarner hilft in Myanmar Prostituierten, setzt sich gegen Kinderarbeit und für gute Ausbildung ein. Kein leichtes Unterfangen in einem so armen Land.

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Hat noch viel vor: Max Wey. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Hat noch viel vor: Max Wey. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Angefangen hat der Einsatz von Max Wey, 59, vor 14 Jahren. Als Delegierter des Roten Kreuzes reiste er erstmals nach Myanmar (ehemals Burma). Sein Einsatz galt Prostituierten und Sexworkern. Mit einem Projekt der Fondation Francois-Xaver Bagnoud wollte er ihnen bessere berufliche Perspektiven verschaffen, wie er unlängst bei einem Heimaturlaub am Geschäftsführerlunch der Industrie- und Wirtschaftsvereinigung Unterwalden erzählte.

Inzwischen hat er dieses Mandat abgegeben. Das Projekt laufe gut weiter. Er konnte sich anderem zuwenden. Heute engagiert er sich mit Leib und Seele für die so genannte duale Berufsbildung junger burmesischer Frauen und Männer nach schweizerischem Vorbild. Unter der Militärherrschaft sind die technischen Schulen geschlossen worden, die Berufsaussichten der jungen Burmesen wurden düster. Max Wey realisierte, dass gut ausgebildete Berufskräfte im ganzen Land fehlten.

Schule und Arbeit im Betrieb
2001 gründete Wey die Non-Profit-Organisation «Center for Vocational Training» (Berufsausbildungszentrum) CVT in Yangon. «In meinem Projekt gibt es kein ?Babysitting?. Ich will keine Abhängigkeit züchten», betonte er. Sein Ziel ist es, jungen Menschen aus armen Verhältnissen eine gute Berufsbildung zu ermöglichen. Nach Schweizer Modell arbeiten die Lehrlinge in den Betrieben und erhalten Unterricht in Theorie und Praxis am CVT. Die Betriebe verpflichten sich, die Lehrlinge für den Unterricht freizustellen, die praktische Ausbildung nach Weys Plänen auszurichten und sich symbolisch an den Kosten des Zentrums zu beteiligen.

Monika Barth

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.