SARNEN/ZUG: Der falsche Maler? Regierung verärgert Gewerbler

Ein Malerbetrieb, der angeblich den Gesamtarbeitsvertrag verletzte, bekommt von der Regierung einen Grossauftrag. Das sorgt für Ärger.

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Bauarbeiten an der Kantonsschule Sarnen. (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Bauarbeiten an der Kantonsschule Sarnen. (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Vor drei Jahren stellte die regionale paritätische Berufskommission bei einem Zuger Maler- und Gipserbetrieb fest, dass dieser in verschiedenen Punkten gegen den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verstossen hatte.

Der Fall beschäftigt mittlerweile das Zuger Kantonsgericht. Als Klägerin tritt die zentrale paritätische Berufskommission in Zürich (ZPBK) auf, die von der Firma die Zahlung einer Konventionalstrafe fordert. Das geht aus einem Schreiben hervor, das an den Obwaldner Kantonsingenieur Jörg Stauber adressiert war.

Denn das Unternehmen hat trotz hängigem Verfahren einen Grossauftrag des Kantons Obwalden an Land gezogen: Malerarbeiten in der Sarner Kantonsschule im Wert von knapp 300'000 Franken.

Dass die Obwaldner Regierung diesem Betrieb den Auftrag erteilte, ist für ZPBK-Juristin Rahel Hoffmann nicht nachvollziehbar: «Der Gesamtarbeitsvertrag wurde verletzt. Deshalb auferlegte die ZPBK der fehlbaren Firma eine Konventionalstrafe und fordert diese nun gerichtlich ein.»

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.