Sarner Gambia-Hilfe «immer wichtiger»

Der 2014 gegründete Verein für Bildung und Familie in Gambia war auch im vergangenen Jahr sehr aktiv. Er zählt aktuell rund 50 Mitglieder.

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Präsident Max Lohner (Mitte) mit zwei Vertretern aus Gambia aus Anlass der Gründung des Vereins im Jahr 2014. (Bild: Primus Camenzind)

Präsident Max Lohner (Mitte) mit zwei Vertretern aus Gambia aus Anlass der Gründung des Vereins im Jahr 2014. (Bild: Primus Camenzind)

(vi/mvr) Der pensionierte Lehrer Max Lohner (74), hat sich zum Ziel gesetzt, «seine» vor fünf Jahren gegründete «Organisation for Education and Family Schweiz – Gambia» auch im neuen Vereinsjahr voranzubringen. Er ist zusammen mit dem Vorstand, wie an der 5. Jahresversammlung bekannt wurde, damit beschäftigt neue Sponsoren zu suchen. «Die finanziellen Mittel sind die Voraussetzung für eine aktive Unterstützung unserer Vereinsziele und daher brauchen wir unbedingt neue Sponsoren», betonte Lohner.

Die erste Zielsetzung beinhaltet einen Beitrag an die Bildung. Das Land brauche nach dem Sturz des Diktators gut ausgebildete Leute. «Nur gut gebildete Männer und Frauen sind fähig für eine gerechte Demokratie.» Ferner hat der Verein die Familien im Fokus. Die meisten würden leiden und sich schlecht und recht «durchschlagen», bei sehr hoher Arbeitslosigkeit. Max Lohner betont: «Wir wollen vor Ort Hilfe leisten, Hilfe zur Selbsthilfe. Ich bin sicher, dass kontrollierte Hilfe im eigenen Land effizienter und günstiger ist».

Seit Januar 2018 ist die neue Regierung im Amt. «Das Land ist stabil und friedlich.» Doch viele Probleme seien geblieben. «Unsere Organisation wird immer wichtiger, weil die Leute ohne Unterstützung nicht aus dem ‹Sumpf› kommen».

Jährlich benötigt der Verein mindestens 50 000 Franken, um wirksame Hilfe leisten zu können. Nach Rücksprache mit dem in Gambia zuständigen Team aus vier Einheimischen erarbeitete der Vorstand ein Budget für 2019. Dieses wird nun der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) in Form eines Gesuchs unterbreitet. Präsident Lohner hofft bis im Mai auf einen positiven Entscheid.