Sarner inszenieren deutsche Legende neu

Im Museum der deutschen «Rattenfänger-Stadt» Hameln wird ein weltbekanntes Märchen neu inszeniert - mit dem Ideenreichtum aus Obwalden.

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Sagenhaft ironische Figuren: links der Rattenfänger, in der Truhe die Stadtoberen von Hameln. (Bild: pd)

Sagenhaft ironische Figuren: links der Rattenfänger, in der Truhe die Stadtoberen von Hameln. (Bild: pd)

Das Museum von Hameln, einer deutschen Kleinstadt mit rund 60'000 Einwohnern, wurde für 4,2 Millionen Euro umgebaut und modernisiert. Am Samstag übergab die Oberbürgermeisterin der Stadt das Haus wieder seiner Bestimmung. Im Zentrum der Veränderungen steht eine Dauerausstellung, welche die Legende vom «Rattenfänger von Hameln» wissenschaftlich aufarbeitet. Die Stadtoberen beauftragten die Steiner Sarnen AG mit der Konzeption und der Inszenierung der Legende, welche durch das Grimm-Märchen berühmt und in 30 Sprachen übersetzt wurde.

Gesa Snell, die Museumsdirektorin, hatte gute Gründe für die Verpflichtung der Kreativfirma aus Sarnen. «Ich habe auf Schloss Neuenbürg im Schwarzwald Steiners Inszenierung des Märchens ‹Das kalte Herz› gesehen und war begeistert», erklärt sie auf Anfrage. Ihre Begeisterung musste allerdings zuerst von Susanne Lippmann, der Oberbürgermeisterin von Hameln und ihren Stadtoberen, geteilt werden.

Hanno Wyss, der bekannte Theaterregisseur und frühere Verwaltungschef der Hochschule Musik in Luzern leitete das Projekt und präsentierte dieses im Juni 2010 sogar dem Stadtparlament von Hameln.

Wyss und das Steiner-Kreativteam machten sich die Konzeption und die Umsetzung des begehbaren Rattenfängertheaters nicht leicht. Der Firmengründer Otto Jolias Steiner und Hanno Wyss machten sich - wie schon bei früheren Inszenierungen - den Ideenreichtum des bekannten Obwaldner Theatermachers und Inszenierers Adrian Hossli zu Nutzen.

Primus Camenzind

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>