Sarner Nahrin setzt neu auf Sonnenstrom

Das Familienunternehmen hat eine 1500 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Es will damit einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.

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(zf) Das Sarner Familienunternehmen Nahrin setzt auf nachhaltige Energie. Auf den Dächern ihrer Gebäude wurden nun 924 Solarmodule in Betrieb genommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit der 1500 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage werden 270'000 Kilowattstunden Strom produziert. Dies deckt den Bedarf von etwa 115 Schweizer Zweipersonen-Haushalten. Bereits seit 15 Jahren in Betrieb hat das Unternehmen ein Erdwärmesonden-System.

Nahrin produziert auf dem Firmendach eigenen Sonnenstrom.

Nahrin produziert auf dem Firmendach eigenen Sonnenstrom.

Bild: PD

«Mit der Installation der Photovoltaikelemente auf seinen Produktions-, Lager- und Büroräumlichkeiten erhöht Nahrin AG seinen Beitrag an eine nachhaltige Unternehmensausrichtung», heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig trage das Familienunternehmen so zur Zielerreichung der nationalen Klimapolitik des Bundesrates bei: Netto Null Treibhausgas-Emissionen bis 2050. Seit 2015 sind auch zwei Erdwärmepumpen und ein Wärmerückgewinnungssystem in Betrieb. Damit deckt Nahrin seit 2005 rund 75 Prozent des Wärmebedarfs.

Acht E-Tankstellen errichtet

Mit dem Solardach können nun ungefähr 25 Prozent des Eigenverbrauches von Nahrin gedeckt werden. «Den restlichen Strombedarf deckt der Lebensmittelhersteller seit dem 1. Januar 2017 mit Naturstrom aus europäischer Wasserkraft», schreibt das Unternehmen. Die Photovoltaikanlage wurde in Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk Obwalden geplant und dank Wetterglück im Sommer 2020 innerhalb von nur 2 Monaten umgesetzt. Die Anlage ist seit Mitte August 2020 in Betrieb. Gleichzeitig wurden vier Indoor- sowie vier Outdoor-Elektrotankstellen errichtet.

«Nahrin ist bestrebt, ihren ökologischen Fussabdruck stetig zu verringern», so das Versprechen. Dazu zählten etwa der Verzicht auf Palmöl seit 2016, die Installation eines LED-Beleuchtungskonzeptes in der Produktions- und Logistikabteilung oder die Lancierung von kompostierbaren Verpackungen (neue Kaffeekapseln).