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Sarner «Schifflände» geht in die nächste Runde

Nachdem es länger ruhig war um die Zentrumsüberbauung, lässt die Regierung nun den Quartierplan erarbeiten.
Philipp Unterschütz
Wie genau es mit dem Dillier-Haus (gelb) und der Kupferschmiede (braun) in Sarnen weitergeht, ist noch offen. (Archivbild: Philipp Unterschütz)

Wie genau es mit dem Dillier-Haus (gelb) und der Kupferschmiede (braun) in Sarnen weitergeht, ist noch offen. (Archivbild: Philipp Unterschütz)

Auf dem grossen Parkplatz mitten im Sarner Dorfkern – zwischen dem Hotel Metzgern, dem Rathaus und der Sarneraa – soll für gut 20 Millionen Franken eine Zentrumsüberbauung mit Wohnungen, Geschäften und Büros entstehen. Im Januar 2018 wurde bekannt, dass die vom Regierungsrat eingesetzte Jury das Projekt «Schifflände» der Zürcher Architekten Salewski & Kretz mit Landschaftsarchitekt Stefan Rotzler, Gockhausen, im Projektwettbewerb als Sieger ausgewählt hatte.

Nun nimmt das Projekt wieder Fahrt auf, nachdem länger nichts mehr davon zu hören war. «Der Regierungsrat hat diesen Sommer die Fortsetzung der Planung für das Wettbewerbsprojekt Schifflände beschlossen», schreibt Baudirektor Josef Hess auf Anfrage. «Bis Anfang 2022 erarbeitet der Kanton unter Einbezug der Anliegen der umliegenden Nachbarschaft einen Quartierplan.»

Mit diesem Quartierplan wird auch der Umgang mit dem Dillier-Haus definiert. Das sanierungsbedürftige Gebäude neben dem Rathaus bewegte die Gemüter. Der Bund verlangte schliesslich aufgrund eines Gutachtens, dass das Haus erhalten bleiben müsse.

Einbezug Dillier-Haus ist noch offen

Im Siegerprojekt war vorgesehen, das Dillier-Haus sanft zu renovieren und die Kupferschmiede abzubauen und auf dem Parkplatz zwischen Rathaus und Dillier-Haus wieder aufzubauen. Es solle dort ein Gemeinschaftsgebäude mit Bistro oder Café entstehen, so die Idee der Architekten. Nach der Intervention des Bundes hatte die Denkmalpflege das Gebäude zu einem Objekt von lokaler Bedeutung hochgestuft.

Wie das Dillier-Haus und die Schmiede aber nun genau in das Projekt Zentrumsüberbauung einbezogen werden, ist laut Josef Hess noch offen. «Der Kanton wird das in einer ersten Projektphase klären. Beschlossen ist noch nichts.»

Quartierplan soll bis 2022 fertig sein

Die weitere Vorgehensweise werde nun in drei Phasen ablaufen, schreibt Josef Hess weiter. «In einem ersten Schritt klären wir alle Randbedingungen und erarbeiten in einem zweiten Schritt auf dieser Grundlage den Quartierplan. Im dritten Schritt führt der Kanton die erforderlichen Verfahrensschritte durch, die für die rechtsgültige Festsetzung des Quartierplans erforderlich sind.» Anfang 2022 soll es laut dem Baudirektor so weit sein.

Noch offen ist die Rolle des Kantons. «Es ist noch kein formeller Entscheid gefallen, ob der Kanton nach Abschluss der Planung als Bauherr auftritt oder ob ein Investor gesucht wird», hält Josef Hess fest. Nach wie vor spreche aber eher mehr für eine Lösung mit einem Investor.

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