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Sarner Trinkwasser wird noch besser

Sarnens grösstes Projekt ist auf Kurs. Das neue System der Trinkwasserversorgung ist zur Hälfte erstellt. Momentan läuft der Bau des Reservoirs Gubermatt.
Philipp Unterschütz
Der Sarner Brunnenmeister Leo Zberg auf der Baustelle des Trinkwasserreservoirs Gubermatt in Obstalden. (Bild: Philipp Unterschütz (25. Oktober 2018))

Der Sarner Brunnenmeister Leo Zberg auf der Baustelle des Trinkwasserreservoirs Gubermatt in Obstalden. (Bild: Philipp Unterschütz (25. Oktober 2018))

Gemeinderätin Anna Kathriner und Brunnenmeister Leo Zberg strahlten am Donnerstag in Obstalden hoch über Sarnen mit der Sonne um die Wette. Bei der Baustellenbesichtigung des Wasserreservoirs Gubermatt konnten sie ja auch ausschliesslich gute Nachrichten verkünden. «Das momentan grösste Projekt, das Sarnen am Laufen hat, ist nicht nur zeitlich bestens auf Kurs», freute sich Anna Kathriner, die für das Departement Werke zuständig ist. «Auch liegen wir bei den Baukosten bis jetzt unter dem Kredit.»

Die Sarner Gemeinderätin Anna Kathriner, Departementsvorsteherin Werke.

Die Sarner Gemeinderätin Anna Kathriner, Departementsvorsteherin Werke.

Insgesamt investiert Sarnen rund 20 Millionen Franken in die Trinkwasserversorgung. Davon seien momentan rund 8 Millionen verbaut, man stehe jetzt etwa in der Mitte des Projekts, das 2010 begonnen worden war, gab Anna Kathriner bekannt und dankte allen Beteiligten für die gute Arbeit und insbesondere den Anwohnern aller Baustellen für ihr Verständnis. Bereits konnte unter anderem das Reservoir Talen in Oberwilen mit einem Fassungsvermögen von 500 Kubikmetern in Betrieb genommen werden, drei grössere Quellgruppen wurden saniert und 9 Kilometer Wasserleitungen verlegt.

Trinkwasser- und Stromproduktion

Der Sarner Brunnenmeister Leo Zberg.

Der Sarner Brunnenmeister Leo Zberg.

Das Projekt wird Brunnenmeister Leo Zberg noch bis etwa 2022/23 beschäftigen: «Es sind noch vier Quellgruppen zu sanieren und es fehlen noch vier Kilometer Leitungen sowie der Bau des grössten Reservoirs Buechetsmatt mit einem Fassungsvermögen von 1500 Kubikmetern.» Vorerst steht aber der momentan laufende Bau des Reservoirs Gubermatt in Obstalden im Vordergrund. Momentan läuft die Betonierung des ebenerdigen Rohrkellers mit den beiden Reservoirkammern. Verwendet wird ein «wasserdichter» Beton, der mit speziellem Fliess porenfrei gehalten wird, damit sich im Betrieb darin nicht Keime und Bakterien ansammeln könnten. Später folgen der Bau des ersten Geschosses mit Trübungsmessung und Wasseraufbereitung mit UV-Anlagen zur Entkeimung. Im 2. Geschoss schliesslich werden Turbinen und Quelleneinläufe untergebracht.

Verbesserung der Versorgungssicherheit

Das Reservoir wird von vier Quellen gespeist, von denen zwei turbiniert werden. «Das heisst, bei der Trinkwasserproduktion können auch noch rund 800000 Kilowatt Strom pro Jahr für etwa 200 Haushalte produziert werden», sagt Leo Zberg. Zudem wird auch noch eine gewisse Strommenge von den Solarpanels produziert, die auf den schrägen Dächern der Sarner Reservoirs platziert werden. Die beiden Wasserkammern fassen je 250 Kubikmeter Trinkwasser, 100 Kubikmeter davon sind als Löschwasserreserve reserviert.

«Die Bauarbeiten sind natürlich vom Wetter abhängig, wir rechnen aber damit, dass wir das Reservoir Gubermatt im Frühsommer 2019 in Betrieb nehmen können», sagt Leo Zberg. Versorgt werden dann neu Obstalden sowie Stalden und via das spätere Reservoir Buechetsmatt auch noch Ramersberg, Sarnen, Wilen und Oberwilen. «Das Projekt bringt uns eine grundlegende Verbesserung unseres Systems, die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser wird viel grösser», so Leo Zberg. Stalden und Ramersberg beispielsweise seien bisher nur von einer Seite versorgt worden. Und auch die Wasserqualität kann künftig lückenlos durch die UV-Entkeimung ohne Einsatz von Chemie gewährleistet werden.

Gemeinderätin Anna Kathriner (rechts) informiert an der Baustellenbegehung beim Trinkwasserreservoir Gubermatt in Obstalden. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 26. Oktober 2018)
Baustelle Trinkwasserreservoir Gubermatt in Obstalden. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 26. Oktober 2018)
Der Sarner Brunnenmeister Leo Zberg vor der Baustelle des Reservoirs Gubermatt. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 26. Oktober 2018)
Schalung der ersten Flügelmauer beim Reservoir Gubermatt am 23. September 2018. (Bild:PD)
Flügelmauer beim Eingangsbereich zum Rohrkeller des Reservoirs Gubermatt. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 26. Oktober 2018)
Eingang zum Rohrkeller Gubermatt. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 26. Oktober 2018)
Betonieren der zweiten Reservoirkammer für das Reservoir Gubermatt am 22. Oktober 2018. (Bild: PD)
Betonieren der Reservoirkammer Gubermatt am 22. Oktober 2018. (Bild: PD)
Bespannen einer Schalung fürs Reservoir Gubermatt mit einem Spezialflies, um einen porenfreien Beton zu erreichen. (Bild: PD, Sarnen, 8. Oktober 2018).
Trinkwasserversorgung Sarnen. Das fertige Reservoir Talen am 22. April 2014. Das neue Reservoir Gubermatt wird gleich aussehen. (Bild: PD)
Rohbau des Reservoirs Talen am 20. Dezember 2012. (Bild: PD)
Turbine im Reservoir Talen am 6. Mai 2013. (Bild: PD)
Reinigung der neuen Reservoirkammer Talen am 7. April 2013. (Bild: PD)
Trinkwasserversorgung Sarnen. Sanierung der Quellfassung Gerenstock am 7. September 2013. (Bild: PD)
Sanierung der Quellfassung Brunnmatt am 5. Oktober 2014. (Bild: PD)
Der Sarner Brunnenmeister Leo Zberg. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 26. Oktober 2018)
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Die Sarner Trinkwasserversorgung ist auf Kurs.

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