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Auflage für Sarneraa-Projekt verzögert sich

Das Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach soll mit der Sanierung des Geschiebesammlers Schlierenrüti zusammengelegt werden. Daher dauert die Planung länger, doch sollen Geld gespart und die Umweltorganisationen besänftigt werden.
Franziska Herger
Die Regierungsräte Maya Büchi und Josef Hess beim Spatenstich für den Hochwasserstollen. Talwärts verzögert sich das Projekt vorerst. (Bild: Philipp Unterschütz (Alpnach, 19. Februar 2018))

Die Regierungsräte Maya Büchi und Josef Hess beim Spatenstich für den Hochwasserstollen. Talwärts verzögert sich das Projekt vorerst. (Bild: Philipp Unterschütz (Alpnach, 19. Februar 2018))

Das Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach I wird erst im November öffentlich aufgelegt. Ursprünglich war die Auflage für Mai geplant. Grund für die Verschiebung um sechs Monate ist die Sanierung des Geschiebehaushalts beim Geschiebesammler Schlierenrüti. Zurzeit wird geprüft, diese neu in das Wasserbauprojekt zu integrieren. Dies teilt das Bau- und Raumentwicklungsdepartement auf Anfrage mit.

Die Sanierung des Geschiebesammlers «wird in den nächsten Jahren ohnehin notwendig», sagt Baudirektor Josef Hess. Nach der Gewässerschutzgesetzgebung sei es nicht mehr angezeigt, möglichst viel Geschiebe in einem Sammler zurückzuhalten, erklärt Hess. «Was früher als Bedrohung wahrgenommen wurde, gilt heute auch als Lebensraum für Tiere, der nur soweit beschränkt werden soll, wie es der Hochwasserschutz verlangt.»

Einsparung von über 2 Millionen möglich

Das Projekt Sarneraa Alpnach betrifft den Flussabschnitt zwischen der Etschischwelle und der Wasserrückgabe des Kraftwerks Sarneraa. Im Rahmen der Projektentwicklung habe sich gezeigt, dass es sinnvoll sei, die Sanierung des Geschiebesammlers mit dem Wasserbauprojekt zu kombinieren, so Josef Hess. «Dadurch würden wir zwei Fliegen auf einen Streich erledigen: Wir könnten die Bauzeit und damit die Belastung für Erholungssuchende und Natur reduzieren und vermeiden eine spätere erneute Baumassnahme im gleichen Abschnitt. Nur dauert die Planung eben etwas länger.»

Durch die Zusammenlegung der Projekte will die Baudirektion auch Geld sparen. Vor einem Jahr hat der Kantonsrat 24 Millionen Franken für das Projekt Sarneraa Alpnach I bewilligt. Samt der Sanierung des Geschiebesammlers wäre mit Mehrkosten von rund 2 Millionen zu rechnen. Ein allfälliger Zusatzkredit müsste dem Kantonsrat vorgelegt werden. «Für sich alleine hätte die Sanierung aber 4,8 Millionen gekostet», sagt Josef Hess.

Nicht zuletzt wird durch die Sanierung des Geschiebesammlers ein Anliegen von Umweltorganisationen aufgenommen. In einer Stellungnahme vom Dezember zum Projekt Sarneraa hatten sie sich verstärkte Abklärungen zur ökologischen Auswirkung der Geschiebesanierung in der Sarneraa gewünscht, wie die Baudirektion mitteilt. Die Sanierung des Geschiebehaushalts bedeute eine zusätzliche ökologische Aufwertung in der Sarneraa, sagt Josef Hess. «Mit der Integration in Alpnach I entfällt ein möglicher Einsprachegrund gegen das Projekt.»

Bauarbeiten sollen im Juli 2019 beginnen

Das Wasserbauprojekt umfasst neben einem Entlastungs- und Überlastkorridor im Bereich des Flugplatzes Alpnach insbesondere eine Verbreiterung der Sarneraa. Denn durch den Hochwasserentlastungsstollen, für dessen Bau Ende Februar der Startschuss fiel, werden sich die Hochwasserabflussmengen im Gebiet Etschi bis Alpnachersee massgeblich erhöhen.

Konkret heisst das: Ohne Verbreiterung kann der Stollen nicht in Betrieb genommen werden. Mit den Bauarbeiten für Sarneraa Alpnach I könne im Juli 2019 (statt wie vorgesehen im Mai 2019) begonnen werden, sofern «keine Einsprachen eingehen oder diese rasch und einvernehmlich erledigt werden können», heisst es bei der Baudirektion. Am Terminprogramm für den Bau des Hochwasserentlastungsstollens werde aufgrund der Zusammenlegung nichts verändert. «Das Bauprogramm Sarneraa Alpnach I wird soweit beschleunigt, dass es rechtzeitig bis zur Inbetriebnahme des Stollens abgeschlossen ist», versichert der Baudirektor.

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