SARNERAA: Stollen-Zwicky gibt nicht auf

Der Kanton Obwalden treibt das Sarneraa-Projekt mit Hochdruck voran. Die IG Hochwasserschutz um Peter Zwicky aber kämpft weiter für ihre Lösung: einen Stollen.

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Die Sarneraa. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Die Sarneraa. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Eigentlich wäre es eine klare Sache: Das Obwaldner Stimmvolk hat sich im November 2007 mit 4929 Ja gegen 3426 Nein klar für die Variante 1 «Tieferlegung und Verbreiterung der Sarneraa» ausgesprochen und 6 Millionen Franken für die weiteren Planungsarbeiten bewilligt.

«Programmgemäss» gings danach auch weiter: Der Regierungsrat nahm die Projektierung an die Hand, und kürzlich sind die Landerwerbsverhandlungen mit 240 betroffenen Eigentümern eingeleitet worden.


20 Millionen Franken teurer
Obschon derzeit intensiv an der Planung der offiziellen Variante 1 gearbeitet wird, ist die Idee eines über 5 Kilometer langen Entlastungsstollens vom Sarner- in den Wichelsee noch nicht vom Tisch. Diesen Vorschlag hatte neben anderen der Sarner Bauingenieur und Abdichtungsfachmann Peter Zwicky in die Diskussion eingebracht. Auf Druck des Bundes liess der Regierungsrat die Stollenvariante jedoch fallen, obwohl er sie vorerst favorisiert hatte.

Hartnäckig verfolgte Zwicky die Stollenidee jedoch weiter. Der Mitbegründer der Interessengemeinschaft Hochwasserschutz Sarnen hält sie nach wie vor für «die sauberste und zuverlässigste Lösung» zur Verbesserung der Hochwassersicherheit. «Bei der Stollenvariante sind ausserdem im Gegensatz zur Variante des Kantons keine Grundwasserprobleme zu befürchten», so Zwicky.

Drei Wochen nach der Volksabstimmung vom 25. November 2007 bestellte die IG Hochwasserschutz deshalb bei der Bietergemeinschaft Gasser Felstechnik AG/Implenia AG, Lungern, eine 75 000 Franken teure Totalunternehmerofferte für einen Stollen. Bei dieser Offertenart berücksichtigt der beauftragte Unternehmer alle Risiken und plant das Projekt inklusive Kosten. «Laut Vertrag soll die Bietergemeinschaft ein bewilligungsfähiges Projekt liefern», so Zwicky.


Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag»