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Lungern-Schönbüel ist von den Altlasten befreit

Auf Lungern-Schönbüel endet ein Kapitel. Die alten Anlagen sind abgerissen – das wird gefeiert.
Matthias Piazza
Die Sicht auf das «Bärghuis» ohne Ruinen in der Nachbarschaft. (Bild: PD, Lungern, 24. September 2019)

Die Sicht auf das «Bärghuis» ohne Ruinen in der Nachbarschaft. (Bild: PD, Lungern, 24. September 2019)

Nur braune Flächen neben dem «Bärghuis» auf Schönbüel ob Lungern zeugen noch von den Abbrucharbeiten, die vor wenigen Tagen beendet wurden. Das ehemalige Berggasthaus Sporting und die Bergstation der Sesselbahn hatten mit Inbetriebnahme der Lungern–Turren-Bahn 2016 und des sanierten «Bärghuis» mit 30 Betten keine Verwendung mehr.

In den vergangenen zwei Monaten rückten drei Bagger den Ruinen zu Leibe. Das Abbruchmaterial wurde noch vor Ort sortiert, in Mulden verladen und dann mit Traktoren via Turren ins Tal nach Lungern gefahren, wo es umgeladen und in die entsprechenden Reziklieranlagen gebracht wurde. Gegen 1300 Kubikmeter Holz, Isolationsmaterial wie Styropor und Steinwolle und weiteres Abbruchmaterial fielen an.

Schönbüel präsentiert sich in neuem Kleid

Damit wurden die letzten Spuren der alten Lungern-Schönbüel-Ära beseitigt. 2013 wurden die alten Bahnen durch das Bundesamt für Seilbahnen stillgelegt, 2015 bis 2018 die übrigen Transportanlagen, zwei Skilifte und die Sesselbahn Turren–Schönbüel von der Teilsame Lungern-Obsee zurückgebaut. «Der Berg ist nun renaturiert und präsentiert sich in einem ganz neuen Kleid», freut sich Urban Ming. Er präsidiert die Genossenschaft, welche das «Bärghuis» besitzt.

Mit einem Apéro im «Bärghuis» am Sonntag, 27. Oktober, soll auch die Bevölkerung den Abschluss dieses vergangenen Kapitels feiern. «Damit wollen wir den Lungerern für ihre Unterstützung danken, denn diese hatten im Frühling an der Gemeindeversammlung eine Viertelmillion Franken als Beitrag an die Rückbaukosten gesprochen», erklärt Urban Ming.

«Ohne die finanzielle Unterstützung der Gemeinde Lungern hätte die Teilsame den Abriss nicht so zügig an die Hand nehmen können.»

Die Abbrucharbeiten, welche relativ leise vonstattengegangen seien, hätten den «Bärghuis»-Betrieb nicht beeinträchtigt – im Gegenteil. «Die Gäste störten sich am Anblick der Ruinen und fragten immer wieder, wann diese endlich verschwinden. Insofern freuten sie sich über diese Arbeiten.»

Fläche wird auch für Zeltlager oder Feste genutzt

Die Rekultivierung der neu gestalteten Fläche wird noch diesen Herbst abgeschlossen. Ab Frühling des kommenden Jahres sollen gemäss Urban Ming in der Umgebung des «Bärghuis» einheimische Pflanzen zu finden sein.

Wenn in etwa zwei oder drei Jahren das Gras nachgewachsen ist, wird die Genossenschaft ein Drittel der rund 2500 Quadratmeter als Gemeinschaftsfläche nutzen dürfen, etwa für Zeltlager oder kleinere Feste. Die übrige Fläche dient der Teilsame dann für die Alpbewirtschaftung.

Der Apéro am Sonntag, 27. Oktober, mit Infos rund um Rückbau und Renaturierung, beginnt um 11 Uhr im «Bärghuis». Zu Fuss dauert der Marsch ab Turren rund eine Stunde. Die Strasse ab der Verzweigung Usseri Alp ist momentan gesperrt.

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