Schüler mit Hirnhautentzündung im Spital

Ein 14-jähriger Schüler aus Kerns ist am Pfingstsamstag mit Hirnhautentzündung ins Kantonsspital Sarnen eingewiesen worden. Inzwischen geht es dem Erkrankten besser, seine Mitschüler wurden prophylaktisch behandelt.

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Ein 14-jähriger Schüler aus Kerns musste am Pfingstsamstag mit Hirnhautentzündung ins Kantonsspital Sarnen eingewiesen werden. Wie die Gemeinde Kerns mitteilte, geht es inzwischen dem erkrankten Schüler den Umständen entsprechend gut. Mit Ausnahme des Erkrankten konnten alle Schülerinnen und Schüler des betroffenen Jahrgangs am Dienstag den Unterricht wieder besuchen. Der betroffene Schüler hat gut auf die Behandlung im Spital angesprochen und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Er muss aber noch sieben bis zehn Tage zur weiteren Behandlung und Beobachtung im Spital bleiben.

Basierend auf der geltenden Vorgehensweise zur Verhinderung der Übertragung der ansteckenden Hirnhautentzündung wurden sofort nach dem Bekanntwerden der Erkrankung die in solchen Fällen üblichen Vorbeugemassnahmen eingeleitet. Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs und die betroffenen Lehrpersonen erhielten am Nachmittag des Pfingstsamstags in der örtlichen Apotheke oder im Verlauf des Wochenendes auf dem Notfall des Spitals Sarnen die Gelegenheit zur medikamentösen Prophylaxe. Dank dem grossen Engagement aller Beteiligten konnten alle betroffenen Familien informiert werden.

Die Schule steht mit dem Kantonsarzt und den betroffenen Schülerinnen und Schülern und deren Eltern in Verbindung. Die Koordination der weiteren Massnahmen obliegt dem Kantonsarzt in Zusammenarbeit mit der Schule.

Die ansteckende Hirnhautentzündung wird von Meningokokken-Bakterien verursacht. Diese werden mit Tröpfchen über den Nasen- und Rachenraum übertragen. Die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt ein bis zehn Tage. Die Ansteckung mit Meningokokken kann auch zu einer Rachenentzündung, selten zu einer Lungenentzündung, zu einer Mittelohrentzündung oder zur Entzündung der Augenbindehäute führen. Eine antibiotische Behandlung ist zwingend notwendig, um grössere Schäden oder gar Todesfälle zu vermeiden.

pd/zim