Schuldenalarm: Engelberg erzielt traurigen Rekord

Schwarze Zahlen, hohe Einnahmen bei den Steuern: Engelberg steht finanziell jetzt noch gut da. Doch das kann sich ändern.

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Etwas mehr als 2 Millionen Franken Mehrertrag erwartet die Einwohnergemeinde Engelberg im kommenden Jahr. Schon für 2011 hatte man einen Mehrertrag von 727 000 Franken budgetiert. Finanzchef Seppi Hainbuchner sagte an der Talgemeinde im November jedoch, er rechne 2011 mit einem besseren Abschluss als budgetiert.

Seit Jahren schreibt die Einwohnergemeinde schwarze Zahlen. Grossen Anteil an diesen guten Abschlüssen tragen Steuereinnahmen, die stetig gestiegen sind. Diese Tendenz soll sich auch 2012 fortsetzen. Doch "wir können nicht damit rechnen, das die Steuereinnahmen immer weitersteigen werden", sagt Hainbuchner. Irgendwann werde ein Plafond erreicht sein.

Und genau dies könnte zum Problem werden, denn die Gemeinde investiert viel. Im nächsten Jahr ist eine Nettoinvestitionszunahme von 6,3 Millionen Franken vorgesehen. Für 2013 geht der Finanzplan gar von 9,5 Millionen aus. Der hohe Investitionsbedarf schlägt sich auf die Verschuldung nieder. Ende 2010 betrug die Pro-Kopf-Verschuldung in Engelberg gut 5300 Franken. Das ist Rekord unter allen Obwaldner Gemeinden.

Geri Wyss

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>