SCHULE: Das Gespräch kommt vor der Busse

In Obwalden gings bis jetzt ohne Geldbussen an Schulen. In Einzelfällen gibt es dennoch Sanktionen.

Drucken
Teilen
Hugo Odermatt, Sekretär des kantonalen Bildungsdepartements. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Hugo Odermatt, Sekretär des kantonalen Bildungsdepartements. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

In Obwalden kann die Schulleitung keine Geldbussen aussprechen. Verstossen Eltern gegen das Gesetz, kann die Schule sie verzeigen. «Das wird aber wenig angewendet», sagt Hugo Odermatt, Sekretär des kantonalen Bildungsdepartementes. Rechte und Pflichten der Eltern sind im Bildungsgesetz verankert. Sie sind demnach für den Schulbesuch ihres Kindes verantwortlich und haben die Schule zu unterstützen.

Eltern wegen des übermüdeten Kindes wie in Basel mit einer Geldbusse zu bestrafen, findet Odermatt keine gute Idee. «Wie soll eine Lehrperson schon genau definieren können, ob ein Schüler übermüdet ist?»

Auch Béa Sager, Rektorin der Sarner Volksschule, findet, «dass die Probleme zu individuell sind, als dass man einfach Geldbussen austeilen kann. Bei Problemen suchen wir das Gespräch mit den Eltern und den Kindern und legen unsere Erwartungen dar.» Damit sei man bisher gut gefahren. 

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.