SCHULE: Lehrplan 21: Kantone arbeiten enger zusammen

Nidwalden, Obwalden und Uri arbeiten schon lange im Bildungsbereich zusammen. Auch beim Lehrplan 21 setzen sie auf Kooperation.

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Res Schmid (Nidwalden), Franz Enderli (Obwalden) und Beat Jörg (Uri) unterzeichnen die Vereinbarung. (Bild: PD)

Res Schmid (Nidwalden), Franz Enderli (Obwalden) und Beat Jörg (Uri) unterzeichnen die Vereinbarung. (Bild: PD)

Ende Juni eröffnet die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz eine Konsultation über den Lehrplan 21. Die Kantone erhalten Gelegenheit, alle wichtigen Anspruchsgruppen über den neuen Lehrplan zu befragen. Gestützt auf die Rückmeldungen wird der Lehrplan 21 überarbeitet und voraussichtlich im Oktober 2014 den Kantonen definitiv zur Verfügung gestellt. Auf diesen Zeitpunkt hin haben die Bildungsdirektoren der Kantone Nidwalden, Obwalden Uri, die sogenannten Nori-Kantone, beschlossen, bei der Einführung des Lehrplans 21, welche mehrere Jahre beanspruchen wird, zusammenzuarbeiten, wie aus einer gemeinsamen Medienmitteilung hervorgeht.

Gute Erfahrungen gemacht

Die Kantone Nidwalden, Obwalden, Uri arbeiten schon seit Jahren in den Bereichen Lehrerweiterbildung und externe Schulevaluation zusammen. Aufgrund der guten Erfahrungen bei der bisherigen Zusammenarbeit haben die Bildungsdirektoren der drei Kantone beschlossen, in Zukunft auch bei der Einführung des Lehrplans 21 zu kooperieren.

Kantone zuständig

Der Lehrplan 21 wird von Juli bis Dezember in der ganzen Deutschschweiz breit in die Vernehmlassung geschickt. Danach wird er ein letztes Mal überarbeitet und voraussichtlich im Oktober 2014 für die Einführung in den Kantonen freigegeben. Grundsätzlich liegt es in der Hoheit der Kantone, den Zeitpunkt für die Einführung zu bestimmen und allfällige kantonsspezifische inhaltliche Anpassungen vorzunehmen.

Die Bildungsdirektoren aus den drei Kantonen Nidwalden, Obwalden und Uri erachten eine Zusammenarbeit bei der Einführung des Lehrplans 21 als sinnvoll. Sie haben daher eine Vereinbarung unterzeichnet, in der eine enge Kooperation in den Bereichen Lehrerweiterbildung, Austausch von Unterlagen und Hilfsmitteln sowie eine möglichst gleichzeitige Lehrplaneinführung beschlossen wurde. Ferner können die drei Urschweizer Kantone als vereinter Partner gegenüber den übrigen Zentralschweizer Kantonen auftreten und mit ihnen zusammenarbeiten. Diese drei Kantone sind als Standortkantone von pädagogischen Hochschulen wichtige Partner in Bezug auf die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen.