Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Engelberger Schüler üben im Kreidekreisel Velofahren

In Engelberg gibt es keinen Kreisel. Für die Veloprüfung üben die Fünft- und Sechstklässler zwischen Kreidelinien auf dem Sportplatz.
Martin Uebelhart
Schulkinder üben Velofahren im Kreisel. Auch «Autos» gilt es zu beachten. (Bild: Martin Uebelhart (Engelberg, 18. Mai 2018))

Schulkinder üben Velofahren im Kreisel. Auch «Autos» gilt es zu beachten. (Bild: Martin Uebelhart (Engelberg, 18. Mai 2018))

Freitagvormittag auf dem Hartplatz der Sportanlage Wyden: Engelberger Fünft- und Sechstklässler fahren mit Velos auf dem Platz herum. Auf dem Boden sind mit Kreide zwei Kreisel aufgemalt. Einzelne Schulkinder sind auch ohne Velo und Helm zwischen den Kreidelinien unterwegs. Sie stellen wahlweise Fussgänger oder Autos dar. Klassenlehrerin Tanja Scheuber gibt immer wieder Anweisungen oder nimmt die Schülerinnen und Schüler zusammen, um Fragen zu besprechen, das Geübte zu vertiefen.

Auf den Kreidekreisel müssen die Engelberger bei der Velofahrausbildung der Kinder zurückgreifen, weil es in der Gemeinde keinen einzigen Kreisel gibt. Tanja Scheuber räumt ein, dass es einfacher wäre, wenn man einen richtigen Kreisel hätte «mit richtigen Autos und richtigen Gefahren». Dass die reale Verkehrssituation fehle, macht es für die Schüler etwas schwieriger. «Doch sie nehmen sicher auch etwas mit.»

Für die praktische Prüfung nach Sarnen

Die Klassenlehrerin, welche die jungen Velofahrer zusammen mit der Polizei und einer weiteren Klassenlehrperson auf die Veloprüfung vorbereitet, sieht auch einen Vorteil: «Hier kann ich Schritt für Schritt alles zeigen. In einem richtigen Kreisel kann man ja nicht einfach durchlaufen.»

Am Dienstag in einer Woche gilt es dann ernst. Die Engelberger werden samt Velos nach Sarnen verfrachtet, wo an zwei Tagen sämtliche Obwaldner Gemeinden ihre Veloprüfungen durchführen. Und wenn es etwas gibt, was das Sarner Strassennetz reichlich bereithält, dann sind es Kreisel. Tanja Scheuber sieht es nicht als Nachteil an, dass die Engelberger nicht unter realen Verhältnissen über können. «Ich denke, dass sie konzentrierter und langsamer fahren werden, weil sie die Strecke nicht kennen und sich an den Schildern orientieren müssen.»

Sechstklässlerin Aline Häcki findet es lustig an dem Vormittag. «Es ist zwar ein wenig eng hier, aber es ist eine gute Übung.» Sie glaubt auch, dass sie an der Prüfung übernächste Woche die «richtigen» Kreisel gut meistern wird. Das denkt auch Robin Waser aus der 5. Klasse. Er findet das Ganze spannend, «aber auch etwas komisch, weil man keinen richtigen Verkehr hat.» Und wie befährt man nun mit dem Velo einen Kreisverkehr richtig? Robin erklärt es: «Wenn man bei der ersten Ausfahrt hinauswill, fährt man eher dem Rand entlang. Wenn man die zweite oder dritte Ausfahrt nehmen will oder einmal rundherum will, fährt man eher in der Mitte der Fahrbahn, damit die Autos nicht überholen können. Und vor dem Hinausfahren gibt man ein Handzeichen.»

Die Engelberger Schüler werden sich noch einige Zeit mit den Kreidezeichnungen begnügen müssen. Laut Auskunft der Gemeindekanzlei gibt es derzeit kein Projekt für einen Kreisel.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.