Schwere Unfälle nehmen zu

Durchzogene Bilanz der Kantonspolizei Obwalden: Während im vergangenen Jahr weniger Lenker verunfallten, registrierte die Polizei mehr Schwerverletzte und Tote.

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In Sarnen stiess am 7. Juli ein Auto und ein Postauto zusammen. Neun Personen wurden verletzt. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

In Sarnen stiess am 7. Juli ein Auto und ein Postauto zusammen. Neun Personen wurden verletzt. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

Auf den Strassen im Kanton Obwalden haben sich 2010 204 Verkehrsunfälle ereignet. Das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Nur 2008 hat die Polizei weniger Unfälle registriert (204). Dabei haben sich 119 Personen verletzt (Vorjahr 133), 81 Leicht (106), 32 schwer (25) und 6 Unfälle endeten tödlich (2). Die häufigste Unfallursache war schon wie im Vorjahr zu nahes Aufschliessen an das vorausfahrende Fahrzeug und Unaufmersamkeit. An zweiter Stelle folgt zu schnelles Fahren.

Gefährlich: Innerorts an Feierabend

Statistisch gesehen krachts am häufigsten innerorts und zwischen 17 und 18 Uhr. Am meisten Unfälle ereigneten sich auf dem Gemeindegebiet von Sarnen, gefolgt von Lungern und Alpnach. Auf der Autostrasse A8 haben sich zwei Unfälle mehr ereignet als im Vorjahr, nämlich 65.

Im vergangenen Jahr haben sich weniger Unfälle mit Töff- und Velofahrern ereignet. Ebenfalls seien weniger alkoholisierte Lenker (15) in einen Unfall verwickelt gewesen. Negativ sei, dass die Anzahl Schwerverletzten und Toten wie die Anzahl Unfälle mit Fussgängern zugenommen hat.

Punktuell mehr Kontrollen

Die Kantonspolizei schreibt weiter, dass sie die Kontrolltätigkeit auf den Strassen Obwaldens beibehalten und punktuell intensivieren werde. Ein besonderes Augenmerk wird sie dabei auf die Fahrfähigkeit der Lenker setzen. Auch innerorts sind spezifische Kontrollen geplant. Die Kantonspolizei kündet auch an, auf der A8 zwischen dem Lopper-Tunnel und dem Brünigpass erneut mehrere Laser-Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen, insbesondere auf der Brünig-Bergstrecke.

rem