Schwimmbadfrage wird in Engelberg erneut gestellt

Die Stimmberechtigten sollen im Frühling erneut über den Standort des Schwimmbades abstimmen können. Dies hatten sie bereits 2012 getan.

Martin Uebelhart
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Das alte Schwimmbad Engelberg während einer Revision. (Bild: Corinne Glanzmann, Engelberg, 5. November 2014)

Das alte Schwimmbad Engelberg während einer Revision. (Bild: Corinne Glanzmann, Engelberg, 5. November 2014)

Voraussichtlich am 17. Mai des kommenden Jahres können die Engelbergerinnen und Engelberger noch einmal über den Standort des Schwimmbads abstimmen. Das hat der Gemeinderat entschieden, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. «Wir erhoffen uns dadurch Klarheit in dieser Frage», sagt Talammann Alex Höchli auf Anfrage.

Die Frage des Standorts für das Engelberger Schwimmbad ist auch mit der geplanten Sanierung und Erweiterung des Sporting Parks verbunden. 2012 hat das Stimmvolk mit dem knappen Resultat von 689 Ja zu 666 Nein der Verlegung des Schwimmbads vom Sonneberg zum Sporting Park zugestimmt. «In den letzten sieben Jahren ist einiges passiert», hält Alex Höchli fest. Neue Aspekte seien hinzugekommen.

Volk sagte Nein zu Projektwettbewerb

Nach der Standortabstimmung wurde 2014 ein Vorprojekt vorgestellt, das die Gemeinde aber aufgrund starker Kritik nicht weiterverfolgte. In der weiteren politischen Bearbeitung dieses Geschäfts sei die Standortfrage im Rahmen der geführten Diskussionen und Abstimmungen immer wieder auf den Tisch gekommen, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung.

Zuletzt befasste sich die Stimmbevölkerung im September des vergangenen Jahres mit dem Sporting Park und lehnte den Kredit für einen Projektwettbewerb ab. In diesem Wettbewerb sei aufgrund des ursprünglichen Volksentscheids von 2012, der nach wie vor Gültigkeit habe, logischerweise auch das Schwimmbad ein Bestandteil gewesen. «Die Ablehnung hatte sicher mit der Standortfrage zu tun, aber nicht nur», betont Höchli.

Petition und Initiative wurden eingereicht

Im vergangenen Jahr reichte ein Komitee zudem eine Petition mit 500 Unterschriften ein und verlangte, das Schwimmbad im Sonnenberg zu belassen. Weiter reichte Theddy Amstutz eine Initiative ein, in der er forderte, es sei noch einmal über den Standort des Schwimmbads abzustimmen.

«Theddy Amstutz ist leider in der Zwischenzeit verstorben», sagt der Talammann im Gespräch mit unserer Zeitung. «Aus rechtlicher Sicht ist damit auch seine Initiative hinfällig, da es sich hier um ein höchstpersönliches Recht handelt, das nur von ihm wahrgenommen werden konnte», erklärt Höchli.

Betrieb wird sichergestellt

Der Gemeinderat ist aber überzeugt, dass mit Blick auf die Entwicklungen seit 2012 eine erneute Auseinandersetzung mit dem Standort des Schwimmbads sinnvoll ist. «Bis diese Abstimmung vorbei ist, werden keine neuen Projekte angepackt», hält Alex Höchli fest.

Gleichwohl müsse sichergestellt werden, dass sowohl der Sporting Park als auch das Schwimmbad betriebsbereit blieben. «Dazu nehmen wir die eine oder andere dringende Reparatur in Angriff.»