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Kolumne

Schwitzen wie die Profis

Franziska Herger befasst sich in ihrem "Blitzlicht" mit tauglichen und weniger tauglichen Abkühlungs-Varianten.
Franziska Herger
Franziska Herger

Franziska Herger

Vom Wetter zu schreiben ist ähnlich, wie vom Wetter zu reden: ein deutliches Zeichen, dass einem sonst nichts einfällt. Mit einer Ausnahme (finde ich), nämlich dann, wenn Wetter herrscht wie jetzt: mit eiserner Faust, ein meteorologisches Ereignis. Man klebt schliesslich nicht alle Tage bei gefühlten 55 Grad am Bürostuhl fest.

Womit wir auch gleich beim Problem wären. Denn diese Hitze ist natürlich schön für alle, die ihre Sommerferien geniessen, was bis vor kurzem auch für mich galt. Doch jetzt bin ich zurück im Büro und fürchte jedes Mal, wenn ich mir einen Kaffee mache, gleich in Flammen aufzugehen. Wie also geht man mit diesem Wetter um, wenn man Dinge zu tun hat?

Wie immer in solchen Fällen hält man sich am besten an die Profis. Uns Schweizer zähle ich da nicht dazu, wir sind ja Wintertiere im Ausnahmezustand. Man kann schliesslich nicht den ganzen Sommer im See verbringen, Fernsehen macht bei diesem Wetter Schuldgefühle und Bräteln darf man auch nicht mehr. Da bliebe noch schlafen, wie es die Spanier machen. Die Wohnung verdunkeln und einen Grossteil des Lebens auf den Morgen und die Nacht verlegen. Tönt gut, käme aber im Büro wohl schlecht an.

Einfach drinbleiben und sich von der Klimaanlage anpusten zu lassen wie in Las Vegas oder Singapur ist auch nicht drin, weil: keine Klimaanlagen. Da bleiben nur noch Stoizismus und, wie so oft, Geld ausgeben. Ein Arbeitskollege hat sich den Ferrari unter den Ventilatoren gekauft, schwarz, chic, dezent surrend. Ich überlege sehr, es ihm gleichzutun. Bis dahin strecke ich den Kopf und versuche, von dem kühlen Lüftchen etwas abzubekommen. Kein Profi also, sondern ein Windschmarotzer. Das muss reichen hier in der Amateur-Liga.

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