SECHSELÄUTEN: Zürich erwartet Obwaldner

Die Tradition von Gastkantonen am Zunft­anlass im Frühling ist noch jung: Erst seit 1991 gibt es sie. Dieses Jahr will Obwalden mit einer «Älplerchilbi» punkten

Markus von Rotz
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Der Böög am Zürcher Sechseläuten. Obwalden ist dieses Jahr als Gastkanton geladen. (Bild: Keystone)

Der Böög am Zürcher Sechseläuten. Obwalden ist dieses Jahr als Gastkanton geladen. (Bild: Keystone)

Schon vergangenes Jahr war Obwalden als Gastkanton eingeladen – wegen des Engagements an der Grünen Woche in Berlin wurde der Besuch jedoch verschoben. Der Kanton hat sich unter Federführung von OK-Präsident und Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker für das Motto «Obwaldner Älplerchilbi z’Ziri» entschieden. Bleiker: «Das Sechse­läuten ist eine folkloristische Angelegenheit. Das Thema Älplerchilbi passt ideal. In Obwalden gibt es noch gelebte Traditionen, zu denen wir stehen.» Anderseits zeige sich auch die Wirtschaft im Zelt am Lindenhof, und dort könnten die Zürcher und die anderen Besucher dann die andere Welt Obwaldens sehen.

Schatzsuche und Kuhmelken

Mit dabei sind etwa die Firmen Maxon Motor, Leister, Gasser Felstechnik, Bio-familia, Kernser Pasta – mit einem Riechtest – und das Elektrizitätswerk Obwalden. Sie alle präsentieren sich und ihre Produkte an Ständen in einem Wirtschaftszelt. Den Besuchern will man dort auch «die geheimsten touristischen Geheimtipps» aus dem Kanton Obwalden verraten.

Die Pilatus-Bahnen sind mit einer Fotoaktion dabei, Engelberg mit einer Schatzsuche mit Globi und Knorrli, Brünig Indoor mit einem Armbrustschiessen. Diverse Aktivitäten sind Teil eines Familienparcours, zu dem beispielsweise auch ein Kuhmelken gehört. Eine grosse Obwaldner Delegation zieht am Montag am grossen Umzug mit, auch am Kinderumzug vom Sonntag ist eine Abordnung des Gastkantons dabei.