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Seine Leidenschaft gilt den Alpnacher Wanderwegen

Der Alpnacher Walter Wallimann kümmert sich seit 36 Jahren um die Wanderwege in Alpnach. Nun tritt der 67-Jährige per Ende Jahr als Bezirksleiter Wanderwege zurück.
Patricia Helfenstein-Burch
Walter Wallimann vor seinem Haus in Alpnach. (Bild: Patricia Helfenstein-Burch, 6. November 2018)

Walter Wallimann vor seinem Haus in Alpnach. (Bild: Patricia Helfenstein-Burch, 6. November 2018)

1982 suchte der damalige Verkehrsverein Alpnach ein zusätzliches Mitglied für den Vorstand, das auch die Verantwortung für die Wanderwege übernehmen sollte. In Walter Wallimann aus Alpnach fand man den geeigneten Mann für diese Aufgabe. Er sagte zu und blieb mit Herz und Freude 36 Jahre lang im Amt. In all den Jahren hatte der heute 67-Jährige nie einen Arbeitsvertrag. Man wusste einfach: «der Walti macht’s», sagt er heute lachend.

Mit der Auflösung des Tourismus- und Verkehrsvereins im Jahr 2014 wurde Walter Wallimann in die Organisation der Einwohnergemeinde Alpnach eingegliedert. Beruflich war er 40 Jahre als Revierförster in Alpnach tätig und als solcher von der Korporation Alpnach angestellt.

Er bleibt den Wanderwegen treu

Ende Jahr nun gibt er das Amt als Bezirksleiter Wanderwege Alpnach ab. Langweilig wird ihm danach aber sicher nicht, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. Er freut sich auf die vermehrte Zeit mit seiner Familie, vor allem mit seinen vier Enkelkindern. Zudem hat er künftig mehr Zeit, um als Jäger auf die Pirsch zu gehen oder im Winter Skitouren zu unternehmen. Und eine Beschäftigung fügt Walter Wallimann mit einem Strahlen hinzu: «Ich werde Götti für die Wanderwegstrecke Lütholdsmatt – Pilatus – Matthorn.» Denn wer ihn kennt, weiss, dass das Matthorn mit seinen 2041 Metern über Meer sein absoluter Lieblingsberg ist.

163 Kilometer Wanderwege in Alpnach

Walter Wallimann wird also auch künftig auf Wanderwegen anzutreffen sein. Auswahl dazu hat er genug: 60000 Kilometer einheitlich signalisierte und gut gepflegte Wanderwege erschliessen die Landschaft in der Schweiz. Nur dank des tatkräftigen ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Privatpersonen kann dieses einmalige Angebot erbracht werden. 163 Kilometer dieses Wandernetzes liegen im Gemeindegebiet Alpnach. «Wir haben in Alpnach 120 Wegweiserstandorte zu betreuen», sagt Walter Wallimann. Wegweiserstandorte sind die Metallrohre, an denen die gelben Wegweiser den Weg zum Ziel zeigen; die gelben Tafeln, auf welche die Eltern zeigen können, wenn das wandermüde Kind fragt: «Wie lange geht es noch, bis wir dort sind?»

Um diese Wege und Beschilderungen kümmerte sich Walter Wallimann mit seinen zahlreichen Helfern während seiner Zeit als Bezirksleiter Wanderwege. «Ich habe viele treue Helfer, die sich mit mir um das Alpnacher Wandernetz kümmern», sagt er. Dies seien die «Wägbuiär Alpnach», die Gruppe «Pro Pilatus» und die «Amicis vom Guber». Und nicht zu vergessen, die zahlreichen Wanderweg-Gottis und -Göttis, die persönlich für eine bestimmte Wegstrecke verantwortlich sind, eben die Strecke, für die sie Pate stehen.

Dankbarkeit und Freude an Natur

Als Bezirksleiter Wanderwege ist Walter Wallimann nicht nur dafür zuständig, dass das bestehende Wanderwegnetz gepflegt wird. Zum Beispiel durch Unwetter können auch ganze Wanderwegabschnitte zerstört werden. Dann gilt es, die Wege auf sicherem Gelände umzuleiten, neu zu beschildern und begehbar zu machen. Im Kanton Obwalden amtieren sieben Bezirksleiter Wanderwege. Diese treffen sich zweimal jährlich, um sich auszutauschen. Sie alle unterstehen dem Verein Obwaldner Wanderwege. Dieser 1955 gegründete gemeinnützige Verein ist ein kompetenter Partner des Gemeinwesens und des Tourismus für alle Belange des Wanderns und der Wanderwege im Kanton.

Wenn Walter Wallimann zurückblickt, so erinnert er sich spontan an die Dankbarkeit, welche ihm die Wanderer immer wieder entgegengebracht haben, wenn er sich mit seinen Helfern um Beschilderungen und Instandhaltung der Wege kümmerte. Diese Dankbarkeit und die Freude an der Natur und dem Wandergebiet seien Lohn für die vielen Frondienst-Stunden, die er stets mit Freude geleistet hat.

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