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Seit 150 Jahren baut die Sachsler Carl Garovi AG

Das Obwaldner Bauunternehmen feiert Jubiläum. In der Firma haben mittlerweile die vierte und die fünfte Generation die Leitung inne.
Martin Uebelhart
Beim Neubau des Produktionsgebäudes der Maxon Motor AG in Sachseln war auch die Carl Garovi AG involviert. (Bild: PD)

Beim Neubau des Produktionsgebäudes der Maxon Motor AG in Sachseln war auch die Carl Garovi AG involviert. (Bild: PD)

1868 wurde das alte Schulhaus in Sachseln fertiggestellt. Das Jahr gilt als Gründungsjahr des Baugeschäfts, das heute unter dem Namen Carl Garovi AG bekannt ist. So steht es in einer kleinen Broschüre, die zum 150-Jahr-Jubiläum erschienen ist. Peter Garovi, der das Unternehmen heute in vierter Generation führt, hat diesen Meilenstein vergangene Woche mit Mitarbeitern, Kunden, Planern, Freunden und der Familie gefeiert.

Peter Garovis Urgrossvater Pietro war Anfang der 1860er Jahre vom Comersee nach Obwalden gekommen. Er machte sich unter anderem mit Wildbachverbauungen einen Namen. Pietro Garovi war auch am Bau der Engelbergerstrasse beteiligt, sein Sohn Louis Garovi erbaute von 1911 bis 1913 die Strasse von Kaiserstuhl ins kleine Melchtal. In Sarnen hat Pietro Garovi 1881 auch den unvollendeten Westturm der Pfarrkirche fertiggestellt und der Kirche das heutige Aussehen gegeben.

Nach Pietros Tod 1914 übernahm Luis das Baugeschäft. Es sei nicht leicht gewesen, während des Ersten Weltkrieges und danach in den Krisenjahren der 20er- und 30er-Jahre ein Baugeschäft zu führen, ist einer historischen Abhandlung des Obwaldner Alt-Staatsarchivars Angelo Garovi zu entnehmen. Arbeiten wie etwa Fassadenrenovationen von Kirchen und Häusern habe es aber immer wieder gegeben.

Bauboom in den Nachkriegsjahren

1944, nach dem Tode von Louis, übernahm dessen Sohn Carl das Geschäft. Es war die Zeit des Baubooms der Nachkriegsjahre: Wohnungs-, (National-)Strassen- und Brückenbauten zeugen davon, ebenso Industrie- und Schulhausbauten, so in Sachseln die Holzwarenfabrik Reinhard sowie das Türli- und Mattli-Schulhaus.

Peter Garovi übernahm das Unternehmen 1979. Es sei natürlich schon etwas Besonderes, mit einem Unternehmen so ein Jubiläum feiern zu können, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. «Wir suchen uns heute Nischen», sagt er. Das Unternehmen ist unter andrem im Hoch- und Tiefbau, im Spezialtiefbau und im Gerüstbau tätig. Rund 10 Personen beschäftigt die Firma heute. «Die Besonderheit ist, dass jeder von ihnen etwa drei Berufe hat.» In der Boomzeit arbeiteten bis zu 60 bis 70 Personen für die Carl Garovi AG. Diese Zeiten seien allerdings vorbei. «Im Baugewerbe herrscht ein grosser Kampf.» Wirklich Geld verdienen könne man nicht. «Mit der Auftragslage sind wir trotzdem sehr zufrieden. Von der Ertragslage können wir dies jedoch nicht behaupten.» Heute führt er das Unternehmen zusammen mit seinen drei Töchtern, die dereinst die Firmenteile übernehmen wollen.

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