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SHOWSZENE: Heimweh startete von null auf hundert

Seit der Gründung von Heimweh bereichert Fabrizio Raffa den Chor mit seiner Stimme. Für den überwältigenden Erfolg des Ensembles nennt er verschiedene Gründe.
Primus Camenzind
Der Heimweh-Chor mit dem in Sachseln lebenden Sänger Fabrizio Raffa (Dritter von links). (Bild: PD)

Der Heimweh-Chor mit dem in Sachseln lebenden Sänger Fabrizio Raffa (Dritter von links). (Bild: PD)

Primus Camenzind

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Ein freies Wochenende, ich hab’s richtig genossen», erklärt uns der in Sachseln lebende Fabrizio Raffa am Telefon. Dass der vergangene Samstag und Sonntag ohne Auftritte inzwischen eine Ausnahme und nicht die ­Regel darstellen, stört ihn überhaupt nicht – im Gegenteil. Der Tenor- und Baritonsänger des Heimweh-Chors geniesst den überwältigenden Erfolg der Gruppe, die seit Sommer 2016 die nationale Showszene aufmischt. Wir möchten wissen, wie Heimweh es schaffte, in einer hart umkämpften Branche mit Erfolg in kurzer Zeit «von null auf hundert» zu beschleunigen.

«Zuerst ist es wohl die Tatsache, dass wir mit einem neuen Chorklang einen unverwechselbaren Sound kreiert haben», erklärt uns Raffa. Dafür hätten sich nach zwei Jahren Vorbereitungszeit Männer verschiedener Herkunft gefunden, deren Stimmen harmonieren. Schliesslich sei Heimweh nicht «wegen lustig» aufgebaut worden, bekräftigt unser Gegenüber am Telefon. Die Ziele waren vom Produzenten Georg Schlunegger von Beginn weg klar definiert: «Mit diesem Chor wollen wir eine neue, etwas nachdenklichere Art von Volksliedern singen.»

In kurzer Zeit 60000 Tonträger verkauft

Die Professionalität, mit der das neue Projekt angegangen wurde, trug sofort Früchte. «Wir hatten gleich zu Beginn – Anfang August des letzten Jahres – einen Fernsehauftritt, und unmittelbar danach waren wir am Eidgenössischen Schwingfest 2016 zu hören», erinnert sich Fabrizio Raffa. In kürzester Zeit seien von der ersten CD auch gleich 10000 Stück verkauft worden. Und die Ankündigung des Managements «Von uns wird man noch viel hören» bewahrheite sich bis zum heutigen Tag. Bereits jetzt ist Heimweh für sein erstes Album für 40000 verkaufte Tonträger mit Doppel-Platin ausgezeichnet, während das zweite Album ebenfalls schon mehr als 20000-mal über den Ladentisch gegangen ist und dafür mit Platin bedacht ­wurde.

Der Chor erhielt ausserdem den Nummer-eins-Award der offiziellen Schweizer Hitparade. «Kaum zu fassen», meint Fabrizio Raffa dazu. Dass man den Heimweh-Chor bewusst als Nachfolger der Wiesenberger auf den Markt gebracht habe, verneint unser Gesprächspartner. «Wir sind total verschieden, und unser Projekt lag bei Schlunegger schon seit Jahren auf dem Tisch.»

Die Präsenz von Heimweh in den sozialen Medien ist enorm. «Dazu bringen auch wir Sänger unsere Ideen ein», lässt uns Raffa wissen. «Wir ziehen alle am selben Strick!» Die vielen Auftritte, die Erneuerung des Konzert-Repertoires und andere Verpflichtungen lassen die Frage zu, ob so etwas von Amateuren noch zu bewältigen sei. «In der Tat, wir hatten einige Austritte aus dem Chor, weil der Aufwand zu gross wurde.» Es seien neue Sänger dazugekommen, und die ursprüngliche Mitgliederzahl sei nun auf 13 angestiegen. Raffa weiter: «Damit wir der beachtlichen Nachfrage gerecht werden können, gibt es bei uns inzwischen ­einige, die im Beruf das Pensum etwas reduziert haben oder – als Ausnahme – gänzlich von Musik und Gesang leben.»

Erfolg nicht auf Jahre garantiert

Amateur oder Profi; macht dieser Erfolg nicht auch süchtig? «Es ist natürlich schön, zu wissen, und macht auch Spass, dass im Saal 1000 und mehr Leute sitzen, die Eintritt bezahlt haben, um Heimweh zu hören und unsere Bühnenshow zu sehen», sagt Fabrizio Raffa. Er bekräftigt aber gleichzeitig, dass im Chor alles Typen mit Bodenhaftung seien, «und wir alle wissen auch, dass dieser Erfolg nicht auf Jahre hinaus garantiert ist».

Gesang und Musik von Heimweh handeln vom Wunsch der Menschen nach Liebe, Heimat und Familie, und die Lieder des Chors tragen Sehnsucht, Hoffnung und Träume in sich. «Damit berühren wir unser Publikum, und ich hoffe, dass dies noch längere Zeit der Fall sein wird», betont Raffa. Damit diese stilistische Ausrichtung nicht zur Sackgasse wird, präsentiert Heimweh regelmässig neue Lieder – mitunter auch solche, die nicht ganz so beschaulich sind. «Aber eine Rockgruppe werden wir wohl nie werden», darin seien sich alle Beteiligten einig, verrät uns der Sänger aus Sachseln schlussendlich.

Hinweis

www.heimwehmusig.ch

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