SICHERHEIT: Die Sarner Wirte wehren sich erfolgreich

Die Gemeinde wollte sie zwingen, doch die Wirte wehrten sich. Wer nun das private Sicherheitspersonal in Sarnen zahlen soll, ist noch nicht ganz klar.

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(Karikatur Jals/Neue LZ)

(Karikatur Jals/Neue LZ)

Vor einigen Wochen liess der Sarner Gemeinderat verlauten, dass er an Wochenenden privates Sicherheitspersonal im Dorf und im Seefeld engagieren werde, um die Nachtruhestörungen und den Vandalismus einzudämmen. Seit Anfang Juni ist das Sicherheitspersonal im Einsatz. An dessen Kosten, so entschied der Gemeinderat damals, müssten sich auch die Wirte beteiligen.

Nun aber krebst der Gemeinderat zurück, dies nach einer Aussprache zwischen den Gemeinderäten Paul Federer und Anna Kathriner sowie rund der Hälfte aller betroffenen Wirte. «Die Wirte haben sich stark gewehrt», sagt Gemeindevizepräsident Paul Federer. «Über die Frage, wer zur Verantwortung gezogen werden kann und wer sich an den Kosten beteiligen soll darüber lässt sich natürlich streiten.»

Fest steht nun aber: Vorderhand müssen die Wirte nichts zahlen. Ihre Argumente haben offenbar Wirkung gezeigt. «Wir gehen nochmals über die Bücher», sagt Paul Federer.

Gesetzliche Grundlagen fehlen
«Ein sehr vernünftiger Entscheid», findet Walter Küchler, Präsident von Gastro Obwalden. «Für die öffentliche Ruhe und Ordnung zu sorgen das ist die Aufgabe der Polizei, nicht der Wirte.» Er habe dies abklären lassen: «Die gesetzlichen Grundlagen für das Vorgehen der Gemeinde wären gar nicht gegeben.»

Küchler möchte sich und die Sarner Wirte nun aber «nicht als Gewinner gegen den Gemeinderat» verstanden wissen. «Das Problem betrifft alle, auch die Wirte. Und wir sind sicher bereit, einen Teil zur Lösung beizutragen.»

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.