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Ein Kernser und ein Sachsler antworten um die Wette

Philipp Rohrer und Michi Röthlin haben keine Angst vor schweren Fragen: Als Teil der ersten Schweizer Nationalmannschaft nehmen sie an der Quiz-Europameisterschaft teil.
Franziska Herger
Zur Vorbereitung lesen sie viel: Michi Röthlin (links) und Philipp Rohrer im Staatsarchiv in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (6. November 2018))

Zur Vorbereitung lesen sie viel: Michi Röthlin (links) und Philipp Rohrer im Staatsarchiv in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (6. November 2018))

«Welcher Beruf wurde von Casanova in seinen letzten Jahren ausgeübt? Er wird auch mit der Hauptfigur Henry DeTamble in ‹The Time Traveler’s Wife› und mit Rupert Giles in ‹Buffy the Vampire Slayer› verbunden.» Wer kennt die Antwort? Oder wie wäre es damit: «Auch 6-Oxy-2-Aminopurin genannt, wie lautet der Name der Verbindung (chemische Formel C5H5N5O), die normalerweise zusammen mit Cytosin, Adenin und Thymin erwähnt wird?» Solche und ähnliche Fragen erwarten Philipp Rohrer aus Sachseln und Michi Röthlin aus Kerns ab Freitag in Venedig, an der 15. Quiz-Europameisterschaft. Mit dem Zürcher Rajan Thambehalli nehmen sie als erste Schweizer Nationalmannschaft an der EM teil.

Wer bei diesen Fragen nur Fragezeichen sieht, ist nicht alleine: «Wir wussten die Antworten auch nicht», sagt Michi Röthlin, der in Kriens wohnt. Sein Ziel sei, von 100 Fragen rund 30 richtig zu beantworten.

100 Fragen, 30 Sekunden pro Frage

Der 33-jährige Röthlin und Rohrer, sein 34-jähriger Schwager und Kollege aus dem FC Alpnach, sind neu in der Welt des «Quizzens». «Wir schauen beide gerne Quizsendungen, etwa ‹Gefragt – Gejagt› auf ARD», erzählt Rohrer. «Ich fand heraus, dass die ‹Jäger› – vom Sender angestellte Superhirne – halbprofessionelle Quizspieler sind, die an Turnieren teilnehmen. Kurzerhand haben wir uns für die EM angemeldet.» Es gehe um die Herausforderung, sagt Röthlin. «Ich war schon immer gerne derjenige, der etwas weiss. Wir hatten auch beide immer gerne Prüfungen in der Schule.»

Zunächst wollten die beiden nur im Einzel und Doppel an der EM teilnehmen. «Als wir auf der Anmeldeliste sahen, dass mit Rajan noch ein weiterer Schweizer dabei ist, fragten wir ihn, ob er mit uns im Nationalteam spielen möchte.» Persönlich treffen werden sie den 34-Jährigen jedoch erst in Venedig. «Sich vorzubereiten, ist ohnehin schwierig», meint der Vermögensberater Rohrer. «Wir lesen einfach beide enorm viel und haben das auch schon immer.» «Und manchmal senden wir uns SMS mit Fragen, die der andere garantiert nicht weiss», ergänzt UBS-Kundenberater Röthlin schmunzelnd.

An der EM treten über 180 Quizspieler aus 25 Nationen an. Es gilt, 100 englische Fragen aus allen möglichen Sparten schriftlich zu beantworten, jeweils in der eigenen Sprache. Pro Frage haben die Teilnehmer etwa 30 Sekunden Zeit. Absolute Favoriten sind die Engländer. Die beiden Obwaldner rechnen sich in keiner Disziplin Siegeschancen aus. «Es geht uns bei dieser ersten Teilnahme um das Erlebnis», sagt Michi Röthlin. «Aber gerade Letzter werden möchte ich dann doch nicht», wirft Rohrer ein.

Für die Zukunft möchten sie «dranbleiben und besser werden», so Philipp Rohrer. «Toll wäre es, mit weiteren Quizfans beispielsweise einmal im Monat ein Turnier zu veranstalten.» Ein Quizspieler brauche eine sehr breite Allgemeinbildung, müsse Informationen schnell abrufen und idealerweise Englisch können. Leider sei das «Quizzen» in der Schweiz noch gar nicht verbreitet. «Das soll sich ändern.»

Und was sind nun die Antworten auf die eingangs erwähnten Fragen? «Bibliothekar», sagt Philipp Rohrer, «und Guanin. Wer beide auf Anhieb richtig beantwortet hat, sollte sich unbedingt bei uns melden.»

Hinweis: Quiz-Interessierte können sich bei Philipp Rohrer melden unter quizschweiz@gmx.ch.

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