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Sie bringen Sarnersee-Ufer wieder auf Hochglanz

Nicht nur Wohnungen, auch Seen brauchen ab und zu einen Frühlingsputz. Sachsler Schüler haben sich am Dienstag an und in den Sarnersee begeben, um dessen Ufer von Schwemmholz zu befreien. Dabei wurden auch ein Autoreifen und eine Schlange gefunden.
Mit vollem Einsatz putzen diese Jugendlichen das Sachsler Ufer des Sarnersees. (Bilder: Primus Camenzind (9. April 2019))

Mit vollem Einsatz putzen diese Jugendlichen das Sachsler Ufer des Sarnersees. (Bilder: Primus Camenzind (9. April 2019))

Beim Werkhof in Sachseln kommt am vergangenen Dienstag um 8 Uhr Betriebsamkeit auf. Schüler und Pensionäre machen sich zur traditionellen «See- putzete» 2019 bereit. Die 13-jährige Leona Garovi, ihre Kolleginnen und die Buben der 1. Oberstufe harren der Dinge, die an diesem Tag auf sie zukommen. Leona ist motiviert, den Schultag für einmal etwas anders zu gestalten. «Ich finde das voll cool», meint sie. Ihre Schuhe lassen allerdings nicht darauf schliessen, dass sie im Sinn hat, ins Wasser zu steigen. «Ich werde mich wohl am Ufer nützlich machen.» Beat Frener, ihr Lehrer, erklärt: «Was wir heute unternehmen, ist ein Dankeschön an die Gemeinde für die Unterstützung während des ganzen Jahres».

Zehn Schritte entfernt stehen Sachsler Pensionäre und einige Mitarbeiter des Gemeinde-Werkhofs. Im Halbkreis lauschen sie den Worten von Patrick Berwert. Der Lehrer und Projektleiter der Seeputzete macht die Gruppe mit den Aufgaben und den fein säuberlich hergerichteten Geräten vertraut. Auch Kaffeekannen und frische Brötchen stehen bereit.

Seit je an der Sachsler Seeputzete teilgenommen

Die Männer teilen sich in die Gruppen Zollhaus, Ewil, Maxon, Bahnhof, Lido und Seehof auf. Sie nehmen die Schüler in Empfang und machen sich auf in Richtung Sarnersee. Auch Remo Krummenacher, Rektor der Schule Sachseln, ist vor Ort. Er macht sich auf zur Uferregion beim Bahnhof. Dabei sagt er: «Die Schüler gestalten ihren Lebensraum mit. Sie sind Teil unserer Gesellschaft, bewegen sich mittendrin und übernehmen Verantwortung.» Die heutige Seeputzete versteht er als Teil eines im Lehrplan 21 neu enthaltenen Schulfachs und Bereichs mit der Bezeichnung «Bildung für nachhaltige Entwicklung.»

Am See angekommen, sind zwei Gruppen vor Ort, die bereits tüchtig an der Arbeit sind. Projektleiter Patrick Berwert steht ebenfalls am See: «Offiziell erfülle ich hier gar keinen Auftrag. Doch habe ich seit je bei der Sachsler Seeputzete mitgeholfen. Als ich die 1. Oberstufe übernahm, stellte ich fest, dass meine Schülerinnen und Schüler häufig am See sind. Das bewog mich unter anderem dazu, auch seitens der Schule einen Beitrag zur Putzete zu leisten.»

Einsatz am Seeufer für eine gute Sache.

Einsatz am Seeufer für eine gute Sache.

Schlange bleibt an ihrem Platz

Die Buben stehen in ihren Stiefeln knietief im Schilfwasser und fördern Schwemmholz zutage. Es wird von den Mädchen am Ufer übernommen und gestapelt. Bald wird ein Fahrzeug des Werkhofs vorbeifahren und das Holz wegtransportieren. Patrick Berwert erklärte:

«Zur Hauptsache räumen wir heute vermutlich Schwemmholz weg, das ist eher eine kosmetische Aufgabe. Lassen wir uns überraschen, ob später nicht auch andere, nicht organische Stoffe ans Tageslicht kommen.»

Derweil schickt die heilpädagogische Schule Rütimattli Verstärkung: vier Kleinklassen, betreut von Nicola Küng und Peter Sidler. «Darunter sind solche, die sehr gerne im Freien arbeiten; andere wiederum werden einfach dabei sein», erklärt die Lehrerin.

Sechs Stunden später: Patrick Berwert zieht Bilanz: «Wir haben heute nebst viel Schwemmholz auch einen Autoreifen gefunden und oben am See eine lebende Schlange. Diese bleibt allerdings, wo sie ist», sagt er humorvoll. «Der Tag war einmal mehr erfolgreich und befriedigend!»

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