SKI ALPIN / ENGELBERG: Dominique Gisin gibt Rücktritt bekannt

Was lange vermutet wurde, ist nun definitiv: Die Engelbergerin Dominique Gisin kehrt dem Skisport den Rücken und setzt ihrer Karriere damit endgültig ein Ende.

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Dominique Gisin war bei der Verkündigung ihres Rücktritt sehr emotional und entschuldigte sich gar für ihre Tränen. (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Dominique Gisin war bei der Verkündigung ihres Rücktritt sehr emotional und entschuldigte sich gar für ihre Tränen. (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Nach über neun Jahren im Weltcup, dem Abfahrtsolympiasieg im Jahr 2014 und drei Weltcupsiegen tritt die Engelbergerin Dominique Gisin ab (wie wir am Sonntag bereits berichteten). Dies bestätigte die 29-Jährige am Donnerstagnachmittag an einer Medienkonferenz in Méribel (Fr). Auf Ende Saison wird Gisin die Ski-Bühne verlassen.

Die erfolgreichste noch aktive Zentralschweizer Skirennfahrerin musste im Laufe ihrer Karriere bereits zehn Knie-Operationen durchstehen. In diesen Minuten äussert sich das Obwaldner Ausnahmetalent zu den Gründen ihres Rücktritts: «Ich habe gemerkt, dass ich an meine Grenzen gekommen bin», so Gisin gegenüber der versammelten Medienmannschaft. Es sei immer ihre Motivation gewesen, an ihre Grenzen zu kommen. «Dies habe ich nun geschafft und bin auch ein bisschen stolz darauf», so Gisin weiter.

Gisin nimmt Physikstudium wieder auf

«Ich freue mich nun auf mein neues Leben», sagt Gisin an der Medienkonferenz. Zwar habe sie ein lachendes und ein weinendes Auge bei ihrem Rücktritt, aber sie freue sich auch auf ihren neuen Lebensabschnitt. So werde die zurückgetretene Spitzenathletin im Herbst ihr Physikstudium an der ETH in Zürich wieder aufnehmen. Ausserdem sei Gisin seit Herbst 2014 dabei, ihre Berufspiloten-Lizenz zu machen. Im Sommer folge dann die praktische Prüfung. Unter Tränen bedankt sich Gisin bei ihren Trainern, Sponsoren sowie bei Freunden und Familie.

Interessant: Gisins Mutter habe immer gesagt, wenn ihre Tochter einmal Olympiasiegerin wird, schreibe sie ein Buch über «diese verrückte Geschichte». «Man munkelt, sie ist fleissig. Ihr dürft also gespannt sein», erzählt Gisin mit einem Lächeln auf den Lippen.

nop

Dominique Gisin präsentiert ihre Goldmedaille. (Bild: Keystone)
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Freut sich bei der Medaillenübergabe riesig: Dominique Gisin. (Bild: Keystone)
Empfang im House of Switzerland: Auch Gold-Iouri ist dabei. (Bild: Keystone)
Bei der Medaillenübergabe kullern die Tränen. (Bild: Keystone)
Strahlen über die Medaillen: Dominique Gisin mit Gold, Lara Gut mit Bronze. (Bild: Keystone)
Lara Gut, Dominique Gisin und Tina Maze (von links) haben die Medaille erhalten. (Bild: Keystone)
Zwei Schweizer Fahnen wehen auf dem Podest. (Bild: Keystone)
«Es ist unglaublich, der verrückteste Tag in meinem Leben. Es hat wohl alles gebraucht, was ich bisher in meiner Karriere durchgemacht habe, um an diesem Tag hier zu stehen», so Gisin im TV-Interview. (Bild: Keystone)
Was für ein Tag für die Schweizer Abfahrerinnen: Dominique Gisin gewinnt Gold (links), Lara Gut silber. (Bild: Keystone)
Dominique Gisin (links) und Tina Maze posieren für Fotos. (Bild: Keystone)
Strahlt vom Siegerprodest: Die Engelbergerin Dominique Gisin. (Bild: Keystone)
Tina Maze und Dominique Gisin gewinnen die Olympia-Abfahrt zeitgleich vor Lara Gut (von links). (Bild: Keystone)
Gisin kann ihren Sieg im Zielraum kaum fassen. (Bild: Keystone)
Endlich am Ziel: Nach zahlreichen Verletzungen wird Dominique Gisin mit der Goldmedaille belohnt. (Bild: Keystone)
Kennen sich bestens: Dominique Gisin (links) und Tina Maze. (Bild: Keystone)
Die Slowenin Tina Maze (mit Schweizer Skis) gewinnt zusammen mit Gisin. (Bild: Keystone)
Auf der anspruchsvollen Strecke im Kaukasus fuhr Gisin locker Ski und brachte die Fahrt mit der Nummer 8 ohne Fehler ins Ziel. (Bild: Keystone)
Enttäuscht nach der Zieleinfahrt: Lara Gut. (Bild: Keystone)
Der Rückstand auf Gold beträgt nur 0,10 Sekunden. (Bild: Keystone)
Fabienne Suter wird mit 0,37 Sekunden Rückstand Fünfte... (Bild: Keystone)
... und holt ein Olympisches Diplom. (Bild: Keystone)
Marianne Kaufmann-Abderhalden schied nach einem Fahrfehler aus. (Bild: Keystone)
Schweizer Fans auf der Tribüne in Sotschi. (Bild: Keystone)
Bei der letzten Olympia-Abfahrt 2010 in Vancouver stürzte Dominique Gisin. Heute revanchiert sich die Engelbergerin eindrücklich. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin präsentiert ihre Goldmedaille. (Bild: Keystone)

Spontan wurde im «Europäischen Hof» ein Apéro organisiert.... (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
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Über dem Europäischen Hof in Engelberg wird ein Poster mit der Siegfahrerin installiert. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
...rund 500 Gäste folgen der Einladung und stossen mit der Familie Gisin auf den grössten Erfolg in der Karriere ihrer Dominique an. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Vater Beat Gisin (links) stösst mit Kunden im Sportgeschäft auf den Sieg an. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Das Sportgeschäft war erst ab 14 uhr offen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Vater Beat Gisin erhält ein Geschenk. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Allgegenwärtig im Sportgeschäft: Dominique Gisin. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Freuen sich riesig: Die Eltern Beat und Bea mit den Geschwistern Michel und Marc. (Bild: Keystone)
Das erste Gratulationstransparent hängt bereits in Engelberg. (Bild: Keystone)
Dominique Gisin meldet sich via Telefon direkt aus Sotschi. (Bild: Keystone)
Mutter Bea und Vater Beat Gisin telefonieren mit ihrer Schwester. (Bild: Keystone)
Michelle Gisin freut sich mit ihrem Vater Beat. Die 21-Jährige kommt dann im Slalom zum Einsatz. (Bild: Keystone)
Fototermin vor dem Elternhaus über dem Dorf Engelberg. (Bild: Keystone)
Auch dank der Sportmittelschule ­Engelberg, die sie 2004 mit der Matura abschloss. Gisins Goldmedaille sporne die jetzigen Schüler an, sagt der sportliche Leiter Oliver Koch. «Dominique ist für sie ein Vorbild und für uns ein Aushängeschild.» Das Rennen hat er im Kraftraum auf einem Laptop verfolgt. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Unter den Gratulanten ist auch Walter Windlin. Der 58-Jährige kennt Dominique seit ihrer Kindheit, war jahrelang ihr Trainer beim Skiclub Engelberg und zieht spontan einen freien Tag ein, nachdem er die Abfahrt am Arbeitsplatz vor dem Fernseher verfolgt hat. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Spontan wurde im «Europäischen Hof» ein Apéro organisiert.... (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Olympiasiegerin Dominique Gisin und Sportredaktor Stefan Klinger von der Neuen Luzerner Zeitung im Interview. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
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Kann ihren Erfolg immer noch nicht ganz fassen: Dominique Gisin präsentiert in Sotschi ihre Goldmedaille.. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
Olympiasieger unter sich: Markus Wasmeier (1994 Gold in Super-G und Riesenslalom) kommt während unseres Fotoshootings in Rosa Chutor zufällig vorbei und freut sich mit Dominique Gisin über ihren Triumph in der Abfahrt. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
Dominique Gisin hat ihre Medaille zum Küssen gern und geniesst den Trubel um ihre Person. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
Stress pur: Ständig kommen Journalisten auf Dominique Gisin zu und wollen ein Interview. Aber Gisin geniesst den Rummel sichtlich. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
Ihr ganzer Stolz: Die Goldmedaille - diese hat sie gar mit ins Bett genommen. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
Fotoshooting mit der Frucht ihrer harten Arbeit: Stolz zeigt Dominique Gisin ihre Goldmedaille. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott
So sieht eine glückliche Siegerin aus. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)
Gespannt lauscht Dominique den Fragen unseres Journalisten Stefan Klinger. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)

Olympiasiegerin Dominique Gisin und Sportredaktor Stefan Klinger von der Neuen Luzerner Zeitung im Interview. (Bild: KEYSTONE / Jean-Christophe Bott)

Bei der Verkündung ihres Rücktritts kullerten bei Dominique Gisin die Tränen. (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Bei der Verkündung ihres Rücktritts kullerten bei Dominique Gisin die Tränen. (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Nach der Medienkonferenz durfte Dominique Gisin (links) mit dem Flugzeug abheben und sich ihre nächste und letzte Abfahrtsstrecke in Méribel aus der Vogelperspektive anschauen. (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Nach der Medienkonferenz durfte Dominique Gisin (links) mit dem Flugzeug abheben und sich ihre nächste und letzte Abfahrtsstrecke in Méribel aus der Vogelperspektive anschauen. (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Fliegt über ihre nächste zu fahrende Strecke in Frankreich: Dominique Gisin (vorne rechts im Flugzeug) (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Fliegt über ihre nächste zu fahrende Strecke in Frankreich: Dominique Gisin (vorne rechts im Flugzeug) (Bild: Screenshot Livestream SRF)

Dominique Gisin (29) setzt ihrer Karriere ein Ende. Im Bild: Gisin beim Abfahrtsolympiasieg im Jahr 2014 in Sotschi. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin (29) setzt ihrer Karriere ein Ende. Im Bild: Gisin beim Abfahrtsolympiasieg im Jahr 2014 in Sotschi. (Bild: Keystone)