Skilehrer werden zu Bodyguards

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Engelberg Ohne professionellen Sicherheitsdienst dürfte eine Grossveranstaltung wie das Weltcup-Skispringen nicht mehr durchgeführt werden. Doch wie war das früher? 1999 etwa standen zwei junge deutsche Springer, Martin Schmitt und Sven Hannavald, nicht nur im Mittelpunkt des sportlichen Interesses, sondern wurden auch von weiblichen Fans wie Pop-Stars gefeiert und geradezu belagert, wie Beat Christen in der eben erschienenen Schrift der Reihe Engelberger Dokumente schreibt.

Die Springer waren noch nicht abgeschirmt wie heute, sondern mussten sich einen Weg durch die Zuschauer bahnen. Das wurde dem deutschen Bundestrainer Reinhard Hess zu viel, und er verlangte Personenschutz. Vier zufällig dort stehende Skilehrer in blauen Jacken der neuen Skischule Engelberg verwandelten sich spontan in Bodyguards und begleiten die Jungstars jeweils unbehelligt ins Mannschaftsquartier. (rh)