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SKISPRINGEN: Ammann zählt in Engelberg zu den Favoriten

Simon Ammann zählt in Engelberg zu den Favoriten. Der vierfache Olympiasieger startet am Wochenende zum 15. Mal zum Heimweltcup.
Simon Ammann, hier beim Springen in Klingenthal. (Bild: Keystone)

Simon Ammann, hier beim Springen in Klingenthal. (Bild: Keystone)

Ammann untermauerte letztes Wochenende in Titisee-Neustadt (De) seine ansteigende Form mit starken Resultaten. Zum ersten Mal seit dem Springen in Vikersund (No) im Januar stand der 32-jährige Toggenburger wieder auf dem Podest - und das gleich in beiden Springen. Am Samstag wurde er Dritter, am Sonntag gar Zweiter. Entsprechend zufrieden war Ammann: «Die Resultate in Titisee bestärken mich, wir sind auf dem richtigen Weg.»

Für Nationaltrainer Martin Künzle haben sich die Podestplätze abgezeichnet. «Endlich konnte Simon die guten Sprünge auch im Wettkampf zeigen», sagt er. Bereits in Lillehammer, eine Woche vor den Springen in Titisee-Neustadt, zeigte der vierfache Olympiasieger ansprechende Weiten, wegen eines Sturzes im ersten Durchgang resultierte von der Grossschanze aber nur Platz 19. Auch die Sprünge von Ammann in den Trainings seien stark gewesen, meint Künzle. Dass er nun die beiden Top-Resultate vorzuweisen hat, sei eine Beruhigung für alle.

Auf der Titlis-Schanze in Engelberg soll nun der positive Trend bestätigt werden. «Die Schanze ist eigentlich ähnlich wie in Titisee, da möchte ich an die Leistungen des vergangenen Wochenendes anknüpfen», sagt Ammann. Mit drei Siegen gehört Engelberg ex-aequo mit Oslo und Lillehammer zu seinen erfolgreichsten Stationen im Weltcup. Besonders gut in Erinnerung ist Ammanns Auftritt im Jahr 2009. In den damals drei Springen realisierte er zwei Siege und einen 2. Platz. Ammann ist in der Innerschweiz zwar für sieben von elf Schweizer Podestplätzen verantwortlich, doch nicht der erste Schweizer Sieger. Diese Ehre schnappte ihm Andreas Küttel 2007 weg.

«Es ist absehbar, dass wir Simon Ammann nicht mehr allzu of als Aktiver auf der Titlis-Schanze im Einsatz sehen werden», sagt OK-Präsident Ernst von Holzen. Doch dessen Form ist für die Helfer Motivation genug, um die Anlage mit schweisstreibender Arbeit in Top-Zustand zu bringen. Aufgrund der kalten Temperaturen, die den Kunstschnee austrocknen, kann der Landehang nicht wie geplant mit dem Pistenfahrzeug bearbeitet werden - wie in früheren Jahren ist Handarbeit gefragt.

Martin Künzle erhofft sich im Heimspringen natürlich nicht nur von Simon Ammann einen erfreulichen Auftritt. Für Gregor Deschwanden soll es nach Plätzen 26 und 21 am vergangenen Wochenende zumindest wieder Weltcup-Punkte geben. Im Idealfall erfolgt sogar ein Schritt nach vorne, unter die Top 20. «Das Potenzial dazu ist vorhanden», meint der Trainer. Für die weiteren Schweizer Marco Grigoli, Pascal Kälin, Pascal Egloff und Killian Peier wäre bereits das Überstehen der Qualifikation am Freitag ein Erfolg. Da die Titlis-Schanze im Weltcup zu den einfacheren zählt, dürfte dies schwierig werden, da die Abstände in den Top 50 normalerweise relativ gering sind.

Die internationale Spitze zeigt sich aktuell sehr ausgeglichen, einen klaren Favoriten für den Sieg in Engelberg ist nicht auszumachen. Die bisher 18 Podestplätze gingen an 14 verschiedene Springer, zwei Siege realisierte einzig der Österreicher Gregor Schlierenzauer. In den letzten drei Springen verpasste der Weltcup-Führende allerdings das Podest. Klar aufsteigende Form zeigt neben Ammann auch der Weltmeister Kamil Stoch (Pol), der sich in Titisee-Neustadt beide Male direkt vor dem Schweizer klassierte. Die Formtendenz stimmte auch bei Thomas Morgenstern, er wird nach seinem fürchterlichen Sturz im Springen am vergangenen Sonntag in der Schweiz allerdings nicht dabei sein, wird aber bereits bei der Vierschanzen-Tournee wieder mittun können. In Engelberg ebenfalls nicht starten werden die Japaner, die sich vor der Tournee eine Familien-Auszeit in der Heimat gönnen.

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Zahlen und Fakten

Das Programm

Freitag, 20. Dezember. 12.00 Uhr: Training. - 14.00 Uhr: Qualifikation. - Samstag, 21. Dezember. 12.45 Uhr: Probedurchgang. - 13.45 Uhr: 1. Durchgang, anschliessend Finaldurchgang der besten 30. - Sonntag, 22. Dezember. 12.15 Uhr: Qualifikation. - 13.45 Uhr: 1. Durchgang, anschliessend Finaldurchgang der besten 30.

Technische Daten der Titlis-Schanze

Gesamthöhe: 110 m. - Anlauflänge: maximal 123 m. - Geschwindigkeit beim Absprung: 90 bis 92 km/h. - Gesamtlänge bis Beginn Auslauf: 323 m. - Kalkulationspunkt: 120 m. - Hill Size: 137 m. - Schanzenrekord: 142 m (Sigurd Pettersen/No, Continental Cup 2008). - Weltcup-Bestweite: 141 m (Simon Ammann/Sz, 2009 und Janne Ahonen/Fi, 2004). - Fassungsvermögen Stadion: ca. 20 000 Zuschauer.

Weltcup-Sieger in Engelberg

1980: Toni Innauer (Ö). - 1981: Per Bergerud (No). - 1982: Klaus Ostwald (DDR). - 1983: Bergerud. - 1985: Jens Weissflog (DDR). - 1986: Andreas Felder (Ö). - 1988: Weissflog. - 1990: Ari-Pekka Nikkola (Fi) und Franci Petek (Jug). - 1992: Felder. - 1993: Janne Ahonen (Fi). - 1995*: Roberto Cecon (It). - 1996*: Jani Soininen (Fi) und Andreas Goldberger (Ö). - 1997* (Januar): Primoz Peterka (Sln). - 1997* (Dezemeber): Andreas Widhölzl (Ö) und Masahiko Harada (Jap). - 1999*: Ahonen und Kazuyoshi Funaki (Jap). - 2000* (Januar): Martin Schmitt (De). - 2000* (Dezember): nicht ausgetragen. - 2001*: Stephan Hocke (De) und Adam Malysz (Pol). - 2002*: Ahonen und Sven Hannawald (De). - 2003: Roar Ljökelsöy (No). - 2004*: Ahonen. - 2005: Jakub Janda (Tsch). - 2006*: Gregor Schlierenzauer (Ö) und Anders Jacobsen (No). - 2007*: Thomas Morgenstern (Ö) und Andreas Küttel (Sz). - 2008*: Simon Ammann (Sz) und Schlierenzauer. - 2009**: Ammann (2) und Schlierenzauer. - 2010**: Morgenstern (2) und Andreas Kofler (Ö). - 2011*: Anders Bardal (No) und Kofler. - 2012*: Kofler und Schlierenzauer.

*= 2 Springen, **= 3 Springen

Schweizer Podestplätze: Hansjörg Sumi (3./1980), Stefan Zünd (2./1992), Sylvain Freiholz (2./1993), Simon Ammann (2./2001, 2./2006, 1./2008, 3./2008, 1./2009 I, 2./2009 II, 1./2009 III) und Andreas Küttel (1./2007).

Weltcup-Stand (6/28): 1. Gregor Schlierenzauer (Ö) 298. 2. Severin Freund (De) 256. 3. Taku Takeuchi (Jap) 255. 4. Kamil Stoch (Pol) 230. 5. Noriaki Kasai (Jap) 225. 6. Thomas Morgenstern (Ö) 221. 7. Simon Ammann (Sz) und Anders Bardal (No), je 206. 9. Marinus Kraus (De) 190. 10. Andreas Wellinger (De) 173. - Ferner: 25. Gregor Deschwanden (Sz) 41.

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