Skisprung-Weltcup Engelberg

Alle Skispringer sind coronanegativ: «Konsequentes Sicherheitskonzept hat sich offensichtlich bewährt»

OK-Präsidentin Martha Bächler ist erleichtert: Die letzten Skispringer verlassen nach dem Weltcup Engelberg – negativ getestet.

Robert Hess
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Der polnische Skispringer Piotr Zyla in Engelberg.

Der polnische Skispringer Piotr Zyla in Engelberg.

Bild: Keystone (20. Dezember 2020)

Martha Bächler zeigt sich erleichtert: Die OK-Präsidentin der beiden Weltcup-Skispringen vom Wochenende sagt: «Ich habe soeben die Meldung erhalten, dass auch die letzten Testresultate negativ ausgefallen sind.» Durchgeführt wurden laut Livia Christen, Leiterin Head Office des Skispringens, 41 PCR-Tests. Der Engelberger Gemeindearzt Hansjörg Bucher testete Athleten, Trainer und Offizielle vor Ort – und vor der Abreise in ihre Heimatländer. Viele Schnelltests seien auch bei OK-Mitgliedern und Helfern durchgeführt worden.

Bereits Sonntag habe eine erste Gruppe negativ getesteter Skispringer nach Hause fahren können. Bächler sagt:

«Ich bin froh, dass nun auch die zweite Gruppe, negativ getestet, am Montag
von Engelberg aus die Heimreise
antreten konnte.»

Damit habe sich das konsequente Sicherheitskonzept mit Maskenpflicht auf dem ganzen Areal offensichtlich bewährt, so die OK-Präsidentin. Ziel sei es gewesen, dass sich die unterschiedlichen Gruppen auf dem Areal möglichst wenig begegneten, um Ansteckungen zu verhindern und damit auch das Dorf Engelberg zu schützen. Ganz «ohne Corona» sei der Anlass indirekt nicht über die Bühne gegangen, sagte Martha Bächler. Vereinzelte Helfer mussten ihren Einsatz vor dem Anlass absagen.

Finanziell mit blauem Auge davongekommen?

«Hinter dem OK liegt eine strenge und intensive Zeit», meinte Martha Bächler gestern in einer ersten Bilanz. Selbstverständlich kann eine Bilanz im finanziellen Bereich noch nicht gezogen werden. «Mit einem Reingewinn rechnen wir nicht, aber wir hoffen auf ein höchstens kleines Defizit», so die OK-Präsidentin. Die fehlenden Ticketeinnahmen seien bereits bei der Eingabe des Budgets an Swiss-Ski berücksichtigt worden. «Wir zählen nun fest auf den Beitrag aus dem Sportstabilisierungspaket des Bundes, das auch den Skisprung-Weltcup umfasst.»

Organisatorin des traditionellen Anlasses auf der grössten Schweizer Sprungschanze ist die Engelberg-Titlis Veranstaltungs GmbH, eine Gesellschaft mit Beteiligung der Einwohnergemeinde und der Engelberg-Titlis Tourismus AG.